Stadtmission zeigt sich in Feierlaune

Jubiläum Seit 150 Jahren im Dienste von Nächstenliebe und Menschlichkeit

Zwickau. 

Zwickau. Vor wenigen Tagen jährte sich zum 150. Mal die Gründung der Stadtmission Zwickau. Laut einer Notiz in der Aprilausgabe der "Bausteine" von 1869, einer Zeitschrift für innere Mission im Königreich Sachsen, erfolgte am 1. März die Konstituierung eines Kreisvereines der inneren Mission in Zwickau.

Zum Einzugsgebiet gehörten die Kirchenbezirke Zwickau, Werdau, Schneeberg und Lößnitz. Damals konnte noch niemand ahnen, dass sich aus dem eher bescheidenen Kreisverein einmal ein großer regionaler Arbeitgeber entwickeln würde.

Heute sind 755 Beschäftigte und rund 150 ehrenamtliche Helfer für die Stadtmission tätig. Kein Vergleich zu den Anfängen. "Ab 1879 nahm zunächst die 'Herberge zur Heimat' ihre Arbeit auf. Dabei handelte es sich um eine Unterkunft für Obdachlose und Wanderburschen. In der Folgezeit wurden die Hilfsangebote kontinuierlich ausgebaut", berichtete Vorstandsvorsitzende Gabriele Floßmann.

Meilenstein: Schaffung einer Mägdeherberge

Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem zuverlässigen und leistungsfähigen Träger der freien Wohlfahrtspflege waren unter anderem die Schaffung einer Mägdeherberge für arbeitslose oder arbeitssuchende Mädchen und Frauen vom Land - dem späteren Marthaheim. Und auch die Gehörlosenarbeit durch Pfarrer Hermann Gocht sowie die Tätigkeit der Bahnhofsmission verliehen dem Ganzen Gewicht.

Der Schwerpunkt der Feierlichkeiten zum Stadtmissionsjubiläum liegt auf einer Aktionswoche im Zeitraum vom 13. bis 17. Mai. Dabei wird es vielfältige Angebote geben. Unter anderem zwei Fachtage, Ausstellungen, ein Kinoabend, ein Spieletag für Groß und Klein, aber auch ein Benefiz-Kabarett-Abend. Als besonderer Höhepunkt der Festwoche steht am 16. Mai eine 150 Meter lange Kaffee-Tafel auf dem Zwickauer Hauptmarkt auf dem Programm.