Standort wird für die Logistik interessanter

Erweiterung Gewerbegebiet zwischen Meerane und Crimmitschau geplant

Gewinner: Spediteur Ronny Markert. Foto: Frenzel

Meerane/Crimmitschau. Die freien Flächen zwischen Meerane und Crimmitschau sollen in den nächsten Jahren zu einem Gewerbegebiet umfunktioniert werden. Die beiden Städte bereiten die Ansiedlung von weiteren Unternehmen vor. Zudem ist die Verlegung der Staatsstraße geplant. Bei dem Projekt gibt es Gewinner und Verlierer.

Zu den Gewinnern gehören die Unternehmen, die bereits ansässig sind. Die Erweiterung des Gewerbegebietes in Zusammenhang mit einer schnellen Verbindung zur Autobahn und zur Bundesstraße bringt Vorteile für die Spedition Proloxx aus Crimmitschau. Das Unternehmen verfügt über rund 180 Fahrzeuge.

"Eine neue und schnelle Trasse ist für uns ein Vorteil", sagt Ronny Markert. Er ist für die Disposition bei Proloxx verantwortlich. Markert macht deutlich, dass durch den Bau einer neuen Staatsstraße auch ein Beitrag zur Verkehrsentlastung von Gablenz geleistet werden kann. Momentan rollen zahlreiche Laster durch den Ort. "Die Erweiterung des Gewerbegebietes wird den Standort auch für die Logistikbranche interessanter machen", schätzt Ronny Markert ein.

Als Verlierer gelten dagegen die Unternehmen aus der Landwirtschaft. Der Agrarproduktion in Dennheritz droht der Verlust von Ackerland. Die Geschäftsführer Günter Jost und Martin Ullrich informieren, dass sie momentan im Bereich des künftigen Gewerbegebietes eine Fläche von rund 50 Hektar nutzen können. Auf den Flächen soll in diesem Jahr wieder Wintergerste angebaut werden. Die Mitarbeiter der Agrarproduktion haben sich im Herbst um die Vorbereitung und Aussaat gekümmert.

In jedem Hektar stecken quasi schon zwischen 200 und 300 Euro. "Bisher ist uns kein Zeitplan für die weiteren Erschließungsarbeiten bekannt. Wir hoffen, dass wir im Sommer die Ernte noch einbringen können", sagt Martin Ullrich. In den letzten Jahren hat die Agrarproduktion schon etliche Flächen verloren. Neue Grundstücke, auf denen Ackerbau betrieben werden kann, sind nicht in Sicht. Sie würde man schließlich anderen Landwirten wegnehmen. Die Agrarproduktion beschäftigt 86 Mitarbeiter.