Starke Leistung blieb unbelohnt

Motorsport Max Kappler bei Supersport300-WM mit Sturzpech

Maximilian Kappler. Foto: Thorsten Horn  Foto: Thorsten Horn

Brno. Es war von Beginn an ein Wochenende zum Vergessen für Maximilian Kappler, welches um ein Haar nicht nur ein versöhnliches, sondern sogar überdurchschnittlich versöhnliches Ende genommen hatte. Die Superbike-Weltmeisterschaft gastierte zum ersten Mal seit 2012 im tschechischen Brno, und mit dabei war auch die Klasse Supersport300 und demzufolge der Oberlungwitzer Max Kappler.

Bei den ersten beiden Saisonrennen 2018 hatte sich der 20-Jährige bei um die 40 Starter unter den ersten 15 platzieren und damit WM-Punkte ergattern können. Danach lief es nicht mehr wunschgemäß, sodass das Rennen im ihn bestens vertrauten Brno gerade recht kam.

Ernüchterung bei Trainings

Am ersten Trainingstag stellte sich dann aber gleich Ernüchterung ein, als er die erste Viertelstunde des ersten freien Trainings wegen eines technischen Defektes gar nicht fahren konnte. Danach lief die KTM RC 390 R mit der Startnummer 97 zwar, aber Max war weit von seiner Normalform weg, was er auch ohne Umschweife auf seine Kappe nahm. Startplatz 34 war dann eigentlich eine Ausgangsposition, die keinerlei Träumereien zuließ.

Dachte man zumindest, denn Max Kappler strafte alle so denkenden Propheten Lügen und legte eine sagenhafte Aufholjagd hin. In der ersten Rennrunde konnte er sich bereits um elf Ränge verbessern und nach zwei weiteren notierte man ihn schon auf Platz 18. In diesem Stil ging es weiter, bis er nach fünf Umläufen bereits die Punkteränge erreicht hatte. Leider kam er kurze Zeit später zu Sturz, sodass seine starke kämpferische wie fahrerische Leistung unbelohnt blieb.

"Geiles Rennen" bis zum Sturz

Dazu meinte Max später: "Das Rennen war an und für sich richtig geil und das beste, welches ich jemals gefahren bin. Ich habe die ganze Zeit gekämpft und war schon bis in die Gruppe, die um Platz drei kämpfte, vorgefahren. Vielleicht wollte ich zu schnell zu viel und bin dann am Kurveninneren zirka fünf Zentimeter auf die weiße Streckenbegrenzungslinie gekommen und gestürzt. Das war halt unglücklich gelaufen. Aber nichtsdestotrotz, wenn man innerhalb von vier, fünf Runden von Platz 34 auf den 15. fährt, ist das richtig gut gewesen.

Ich muss ein großes, großes Dankeschön ans ganze Freudenberg Racing Team, die Familie und alle die dazu gehören machen. Wie die mich nach dem desaströsen Qualifying wieder aufgebaut haben war der Wahnsinn. Wir haben heute vom Warm up zum Rennen noch einmal einen riesen Schritt vom Fahrwerk her gemacht. Bis zum Sturz war das Rennen einfach nur perfekt. Darauf wollen wir jetzt aufbauen und freuen uns auf das nächste Rennen in vier Wochen im italienischen Misano."