Statt Gewalt: Märchen öffnen Türen

Projekt Lesungen und Aufführungen zu aktuellen Themen

statt-gewalt-maerchen-oeffnen-tueren
Die Stiefel vom "Gestiefelten Kater" stehen schon im Daetz-Centrum. Foto: Nicole Schwalbe

Lichtenstein. Zehn Tage lang liegt Märchenzauber in der Luft. Denn unter der Schirmherrschaft von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich wird vom 12. bis 22. Juni in etwa 90 Veranstaltungen in ganz Sachsen erzählt, musiziert, getanzt und gespielt.

Das Projekt "Märchen öffnen Türen, die mit Gewalt nicht zu öffnen sind" wurde von Märchenland - Deutsches Zentrum für Märchenkultur in Berlin initiiert und widmet sich auch in der dritten Auflage aktuellen Themen wie Migration, Religion, Demokratie, Rechtsradikalismus, Integrität, Fernweh und Heimatliebe.

Politiker lesen ihre Lieblingsmärchen vor

In dem Zeitraum lesen Politiker in Schulen ihre Lieblingsmärchen vor, Theaterstücke werden aufgeführt und Workshops angeboten. Im Daetz-Centrum Lichtenstein, das bekannt ist für integrative Projekte zur Förderung der Völkerverständigung, beginnen am 19. Juni die "Märchentage". Dann werden sich über 500 deutsche und zugewanderte Kinder auf Entdeckungstour durch die Ausstellung begeben.

Nach fünfmonatiger Werkstattarbeit an einigen Schulen mit DAZ-Klassen (Deutsch Als Zweitsprache) werden dort als Höhepunkt bis zum 22. Juni Märchenevents und Märchen-Workshops angeboten und die Ergebnisse der Zusammenarbeit präsentiert. Dazu gehört auch das Märchenspiel "Schneewittchen". Es wird am 22. Juni um 9.35 Uhr von jugendlichen DAZ-Schülern und deutschen Schülern aufgeführt.