Steinwürfe auf Haus von Linken-Stadträtin: Emittlungen

Kriminalität Gleich zweimal ist das Haus einer Linken-Stadträtin in Limbach-Oberfrohna in den vergangenen Tagen Ziel von Angriffen geworden. Nun ermittelt der Staatsschutz.

In den vergangenen Tagen ist das Wohnhaus der Linken-Stadträtin Elisa Grobe in Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) zweimal von Unbekannten angegriffen worden. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt, wie die Polizei am Mittwoch auf Nachfrage erklärte. Demnach warfen Unbekannte in der Nacht zum Sonntag mit einem Stein ein Fenster des Hauses ein. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Politikerin laut Polizei nicht im Haus, jedoch laut "Freie Presse" der Bruder der Politikerin. "Er hat mich kurz nach Mitternacht angerufen. Ich war auf einer Veranstaltung und bin sofort nach Hause gefahren. Vor dem Haus haben wir mehrere größere Kieselsteine auf der Straße gefunden", sagte Grobe der Zeitung. Nach Angaben der Polizeisprecherin erstattete Grobe zunächst nicht selbst Anzeige.

In der Nacht auf Dienstag warfen dann erneut Unbekannte einen Stein durch ein geöffnetes Fenster des Hauses. Bei beiden Angriffen wurde niemand verletzt. Danach erstattete Grobe selbst Anzeige.

Unter anderem die Linken-Stadträtin in Chemnitz, Carolin Juler, zeigte sich solidarisch mit Grobe. "Ein Angriff auf eine politisch aktive Frau, die sich für antifaschistische Werte einsetzt, ist ein direkter Angriff auf die demokratischen Prinzipien und die Gleichstellung der Geschlechter", teilte sie in einem Statement am Mittwoch mit.

In den vergangenen Wochen hatte es auch in Sachsen immer wieder Angriffe auf Politiker gegeben. So war etwa in Dresden beim Plakatieren der SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke angegriffen und verletzt worden - der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen.

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