Störche sorgen für viel Gesprächsstoff

Natur Experte will erst im Herbst über Nisthilfe nachdenken

Oberlungwitz . Störche wurden in der Region schon seit Februar und März gesichtet. An mehreren Stellen sind sie Stammgäste. Neu ist ihr Besuch in Oberlungwitz, wo sie seit einigen Tagen für Gesprächsstoff sorgen. Auf dem großen Schornstein des FSO-Geländes hielten sie sich mehrfach auf und brachten sogar Zweige hierher. Bürger überlegten bereits, ob man mit einer Nisthilfe Unterstützung leisten müsse.

Laut Ornithologe Jens Hering aus Limbach-Oberfrohna ist aber fraglich, ob die Tiere bleiben. "Man sollte das erst einmal beobachten. Eventuell kann man im Herbst über eine Nisthilfe nachdenken", sagt er. Jetzt können die Störche laut Hering ohnehin nicht mehr brüten. Dafür sei es viel zu spät. Er vermutet zudem, dass es sich um noch nicht geschlechtsreife Jungtiere handelt. Entscheidend für eine dauerhafte Ansiedlung eines Storchenpaares sei das Nahrungsangebot. Zwar konnten Störche im Frühjahr auch auf Ackerflächen bei der Nahrungssuche beobachtet werden, doch sie brauchen viel Grünland mit entsprechenden Bewohnern. Möglich ist, dass sie derzeit von den Mäharbeiten der Landwirte angelockt wurden, aber nur kurzzeitig genug Nahrung finden.