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Chemnitz

Straßenrad-DM: Überraschungssieger auf dem Sachsenring

Sport Meisen und Brennauer holen die Titel

Hohenstein Ernstthal. 

Hohenstein Ernstthal. Die Deutsche Radmeisterschaft auf dem Sachsenring in Hohenstein Ernstthal ging vor rund 800 Zuschauern mit einer Überraschung zu Ende. Nach 168 Kilometern stand mit Marcel Meisen (Alpecin-Fenix) ein Akteur auf dem Podest ganz oben, der auf der Straße noch nie Deutscher Meister wurde, dafür aber im Querfeldeinsport schon eifrig nationale Titel sammelte. Er setzte sich im Massenspurt vor Pascal Ackermann (Bora hansgrohe) sowie seinem Teamkollegen Alexander Krieger durch. Experten und Fans hatten vorher fest damit gerechnet, das der neue Meister aus dem Team Bora hansgrohe kommen würde. "Ich habe mir das Hinterrad von Pascal gesucht und schon beim Ansetzen des Sprints gemerkt, das ich einen guten Tritt habe", sagte der 31-Jährige , der aus Stolberg in Nordrhein-Westfalen stammt. Ackermann zeigte sich nach der Entscheidung als fairer Sportsmann. "Natürlich wollten wir das Meistertrikot in unsere Mannschaft holen. Es tut weh, dass wir es nicht geschafft haben. Marcel hatte im Sprint einfach die bessern Beine", fasste der Zweitplatzierte zusammen.

Team P & S Metalltechnik schlägt sich ansprechend

Nach dem Start setzte sich ein Quartett, darunter auch Robert Jägeler vom Team P & S Metalltechnik mit Basis in Oederan, ab. Die Gruppe harmonierte gut , sodass der Vorsprung auf mehr als zwei Minuten anwuchs. Nach reichlich zwei Rennstunden ruckte das Peloton an, um die Spitzengruppe war es deshalb geschehen. Allerdings war es dann mit der Herrlichkeit für alle Fahrer vorbei. Denn nach der Hälfte des Rennens öffnete der Himmel seine Schleusen und schickte reichlich Regen auf den Rundkurs. Der neue Meister Meisen sah den Niederschlag durchaus positiv. "Regen macht mich eher stärker als schwächer", war von ihm zu erfahren. Im Feld zog wegen der nassen Fahrbahn keine Ruhe ein, immer wieder gab es Attacken. Auch das Tempo hatte gegenüber der ersten Rennstunde ordentlich angezogen. Sämtliche Versuche, sich abzusetzen, waren aber nicht von Erfolg gekrönt. Vielmehr kam es dann bei Sonnenschein zum großen Finale, indem das Team P & S Metalltechnik nicht entscheidend eingreifen konnte. "Wir haben uns immer wieder in Gruppen gezeigt, am Ende fehlte es jedoch etwas an Übersicht", sagte der Sportliche Leiter Lars Wackernagel.

Favoritensieg bei den Damen

Mit einem Favoritensieg ging hingegen das Rennen der Frauen zu Ende. Lisa Brennauer (Ceratizit WNT ) setzte sich nach 98 Kilometern vor Charlotte Becker (Arkea Pro Cycling) und Tanja Erath (Canyon Sram Racing) durch. Damit gelang der 32-jährigen Welt- und Europameisterin aus Kempten die erfolgreiche Titelverteidigung. Das thüringer Maxx-Solar-Lindig-Team , dass seinen technischen Stützpunkt in Chemnitz hat, verpasste den Sprung auf das Podest knapp. Gudrun Stock wurde Tagesvierte, ihre Teamkollegin Carolin Schiff landete auf dem 5. Platz. "Auch wenn sich Gudrun um einen Hauch geschlagen geben musste, gibt es für uns keinen Grund, enttäuscht zu sein. Meine Mannschaft hat sich auf dem Kurs sehr gut präsentiert", fasste der Sportliche Leiter Bert Dressel zusammen.



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