"Stülpnerberg" ist Publikumsmagnet

Schau Planitzer Schnitzverein feiert "110-Jähriges" - Ausstellung schließt am Sonntag

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Volker Löschner führt durch die Ausstellung. Foto: Reinhard Peter

Zwickau. Bis zu 90 Besucher täglich nutzten seit dem zweiten Februarwochenende die Möglichkeit, die aktuelle Ausstellung der Planitzer Schnitzer im Gemeinderaum der Christuskirche in Oberplanitz zu besichtigen. Der traditionsreiche Verein feiert in diesem Jahr sein 110-jähriges Bestehen.

Der absolute "Hingucker" der Schau ist zweifelsohne ein typischer Heimatberg der Region, der "Stülpnerberg". Volker Löschner vom Verein informierte: "Der Berg gehört sozusagen zum alten Inventar des Vereines. Die Anlage wurde im Jahr 1953 zum ersten Mal öffentlich gezeigt und in den Jahren 2013 bis 2017 mit viel Aufwand restauriert, vergrößert und ergänzt." Seine Gesamtlänge des Berges beträgt etwa 12 Meter, die Gesamtfläche zirka 27 Quadratmeter.

Auf dem Areal sind über 150 Figuren zu sehen, viele davon mechanisiert. Dazu kommen natürlich noch Bäume, Landschaftselemente und Gebäude. Löschner erklärte weiter: "Zehn Schnitzer unseres 22 Mitglieder zählenden Vereins arbeiteten wöchentlich mehrere Stunden daran." Die Schnitzer zeigen des Weiteren eine Vielfalt ihres Schaffens, angefangen von alten Vereins-Stücken bis hin zu aktuellen Themen.

Engagiert und mit sichtlich viel Freude erteilten die Vereinsmitglieder Auskünfte, beantworteten unermüdlich die vielen Fragen der Besucher und gaben mit Dokumenten und Fotoalben Einblicke in die Geschichte ihres Vereines, die über viele Jahrzehnte hinweg akribisch aufgeschrieben wurde. Ergänzt wird die Exposition von Arbeiten der Klöpplerin Petra Grimm aus Ortmannsdorf.

Bevor die Schau wieder für etwa fünf Jahre ihre Türen schließt, haben Interessenten am Sonntag von 13 bis 18 Uhr letztmalig die Gelegenheit, die Fertigkeiten der Schnitzer und die bunte Vielfalt der Arbeiten zu bewundern. Löschner abschließend: "Der Verein dankt der Christuskirche für die Bereitstellung der Räumlichkeiten."