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Tafel versorgt rund 70 Familien

Hilfsprojekt Verein verteilt pro Jahr rund 300 Tonnen Lebensmittel

Crimmitschau. 

Die Familien, die auf die Unterstützung durch die Tafel angewiesen sind, haben sich in der Vorweihnachtszeit über einige Adventskalender und Schokoladen-Weihnachtsmänner gefreut. Die Helfer, die sich um die Ausgabestelle in den Räumen des Vereins zur Förderung von Ausbildung und Beschäftigung (FAB) kümmern, wissen aber, dass Stollen und Lebkuchen oft erst im Januar in ihrem Sortiment landen.

Etwa 70 Familien aus Crimmitschau sind auf die Unterstützung mit Lebensmitteln von der Tafel angewiesen. "Die Zahl der Familien, die das Angebot nutzen, ist trotz des Standortwechsels vom Piusheim in den FAB-Komplex auf hohem Niveau geblieben", schätzt Ralf Hutschenreuther, der im Verein "Gemeinsam Ziele erreichen" in Zwickau für die Tafel verantwortlich ist, ein. Hutschenreuther und seine Mitarbeiter verteilen jährlich an neun Ausgabestellen etwa 300 Tonnen Lebensmittel. "In Crimmitschau ist der Bedarf so groß, dass die Familien nur im Zwei-Wochen-Rhythmus an die Tafel kommen dürfen", erklärt Hutschenreuther.

Zu den ehrenamtlichen Helfern der Tafel in Crimmitschau gehören Heike Nawroth aus Neukirchen und Bettina Bär aus Mannichswalde. Sie übernehmen seit sechs Jahren die Verteilung von Backwaren, Obst, Gemüse, Molkereiprodukten und Wurst. Zu dieser Tätigkeit kamen die Ehrenamtlichen auf ganz unterschiedlichen Wegen. Heike Nawroth, die im Pfarrbüro der katholischen Kirche arbeitet, hat den Aufbau der Ausgabestelle im Piusheim miterlebt und sich bereiterklärt, als Helferin mitzuarbeiten.

Bettina Bär traf eine Tafel-Mitarbeiterin, die sich in einem Einkaufsmarkt auf der Suche nach Lebensmitteln befand. "Ich habe damals eine sinnvolle ehrenamtliche Aufgabe gesucht. Wegen der hohen Spritpreise war mir ein ortsnaher Einsatz wichtig", erzählt Bettina Bär, die als Reinigungskraft arbeitet. Für die Tätigkeit bei der Tafel schaufeln sich die beiden Frauen jeden Montag etwa 90 Minuten frei. hof