Talent: Zum Akkordeon spielen geboren

Unterstützung Musikschule aus Zwickau fördert junge Musiker

talent-zum-akkordeon-spielen-geboren
Drei Gewinner beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" 2017: Vivien Leichsnering, Lehrerin Ute Sander, Aylin Karatas und Dennis Karatas (v.li.). Foto: Nicole Schwalbe

Zwickau. Bereits im zarten Kindergartenalter begeisterten sie sich für das Akkordeon und sind jetzt auf dem Weg nach ganz oben: Vivien Leichsnering, 12, Aylin Karatas, 12 und Dennis Karatas, 15, von der Kreismusikschule des Landkreises Zwickau "Clara Wieck".

Auf dem Treppchen bei "Jugend musiziert"

Als Akkordeon-Duo haben Vivien und Aylin sowie Aylin und Dennis beim 54. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert 2017" in Paderborn mit jeweils 21 hervorragenden Punkten den dritten Platz gemacht. Der Wettbewerb wird auf drei Ebenen ausgetragen, regional, im Landeswettbewerb und letztlich beim Bundeswettbewerb. Die Schüler von Ute Sander sind derart talentiert, dass sie vom Freistaat eine kostenlose Förderung erhalten und damit eine 45-minütige Unterrichtsstunde sowie Theorie zusätzlich wahrnehmen können.

Es liegt ihnen in den Genen

"Ihr Großvater Joachim Trautenhahn spielt Akkordeon, darum saßen meine beiden Kinder schon mit 3 Jahren interessiert am Akkordeon", erzählt die Mutter von Dennis und Aylin, Karla Karatas. Es ist eine teure Ausbildung, die die Eltern der Drei ohne Stipendium stemmen müssen, denn allein ein Akkordeon für Anfänger kostet 4.500 Euro, das Nachfolgemodell liegt bei 12.000 bis 20.000 Euro.

Fleiß und Ausdauer gehört dazu

"Ich habe jetzt ein Leihinstrument von der Musikschule", sagt Dennis Karatas, der bereits auf einem großen und schweren Pigini Knopfakkordeon spielt. Die jungen Musiker üben 30 bis 60 Minuten pro Tag, manchmal auch mehr. Vivien Leichsnering hat bereits beim internationalen Akkordeonwettbewerb in Sofia im Oktober 2015 den 3. Platz erreicht.

"Die Jugendlichen mussten 20 Minuten auswendig spielen können", erinnert sich die Mutter von Vivien, Brit Leichsnering. Die Eltern der begabten Musiker müssen also nicht nur finanzstark sein, sondern auch Zeit und Nerven investieren. Für finanzschwache Familien gibt es Förderstipendien für eine kostenlose Teilnahme an der Musikschule.