"Tatort Hauptstraße" - Kunst-und Kulturmeile in Zwickau

EVent 8.000 Besucher in die Innenstadt gelockt

Zwickau. 

Zwickau. "Tatort Hauptstraße" war das Motto der 15. Kunst- und Kulturmeile, die am Samstag rund 8.000 Besucher in Zwickaus Hauptstraße gelockt hat. Die bekannte Zwickauer Krimiautorin Claudia Puhlfürst hat extra aus diesem Anlass einen gleichnamigen Einkaufskrimi verfasst. Dazu gab es ein Gewinnspiel, bei dem man sich in12 Hauptstraßen-Geschäften, darunter auch in dem Freie-Presse-Shop jeweils einen Buchstaben für das Lösungswort holen konnte. Zu gewinnen gab es den von der Autorin Claudia Puhlfürst unddem Zeichner Ralf Alex Fichtner signierten Einkaufskrimi "Tatort Hauptstraße". Die Besucher schwärmten von der entspannten Atmosphäre, die das Schlendern und Verweilen bei zahlreichen Bands und Künstlern, die das 6. Zwickauer Straßenmusik-Festival" gestalteten, bei angenehmen Temperaturen zum Genuss machte.

Fingerfertigkeit beim Zigarrendrehen

Das ehemalige Stadtcafé war am Kunst- und Kulturmeilen-Samstag einer von sechs Pop-Up-Stores, in denen sich zehn Teilnehmer eingemietet haben. Der Kubaner Lazaro Cabrera faszinierte die Zwickauer mit seiner Fingerfertigkeit beim Zigarrendrehen. Lazaro Cabrera ist waschechter Habanero (Kubaner aus Havanna) und Torcedor (Zigarrenroller) aus Leidenschaft.

Er ließ sich in der weltbekannten Zigarrenfabrik H. Uppmann in Havanna ausbilden, in der bereits seine Mutter als Zigarrendreherin arbeitete. Als Spezialist für die Herstellung von komplett handgefertigten Zigarren wurde er später zum Qualitätsmanager für Fertigprodukte der legendären Partagás Fabrik in Havanna berufen.

2008 zog er der Liebe wegen nach Dresden. Mit der Eröffnung der Zigarren Manufaktur Dresden im Jahr 2013 erfüllte er sich seinen Traum. "Weil mein Beruf meine Leidenschaft ist", so der Kubaner, der mit seinem Zigarren-Zubehör und erlesenen Rum-Sorten, nur eine kleine Ecke des großen Raums beanspruchte, in dem der 24-jährige Reichenbacher Holzkünstler Tom Schettler seine sehr beeindruckenden Designer-Kreationen präsentierte, vom kleinen Servierbrett bis zum riesigen Massivholztisch aus einer jahrtausendalten Mooreiche. "Er hat am Samstag nicht nur viel Lob bekommen, sondern sogar drei große Tische verkauft", freute sich Petra Küster vom Verein "Kontraste", die von Beginn an alle Fäden für die Kunst- und Kulturmeile in den Händen hat und natürlich schon ein schönes Motto für die nächste hat.