Teilerfolge beim IDM-Saisonfinale

MOTORSPORT Paul Fröde in seinem zweiten IDM-Superstock-Jahr Meister

Hockenheim. 

Hockenheim. Als vierte Station der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) stand an diesem Wochenende in Hockenheim bereits die finale Veranstaltung auf dem Programm. Nach Assen in den Niederlanden, dem Sachsenring und dem Lausitzring reisten die zwei Karl-May-Städter Max Enderlein und Paul Fröde mit guten Titelchancen nach Hockenheim.

Zwei Titel waren möglich, einer wurde Realität

Bei den noch einmal zwei Rennen war Hohenstein-Ernstthals Partnerstadt nur für Paul Fröde ein gutes Pflaster. Max Enderlein war ausgezogen, um in der Klasse IDM Supersport 600 seinen dritten Meistertitel in Folge zu holen, doch das gelang leider nicht. Am Trainingssamstag meinte es der Wettergott nicht gut mit den Teilnehmern. Bei mehrfach wechselnden Bedingungen gehört zu einer schnellen Quali-Runde auch etwas Glück. Und dieses hatte Max Enderlein nicht, sodass er nur vom 13. Startplatz aus in die beiden Rennen gehen musste. Zwar verbesserte sich der 23-Jährige jeweils auf den achten Rang, was aber am Ende zu wenig war.

In den gleichen Rennen, allerdings in der Kategorie IDM Superstock 600 profitierte Paul Fröde etwas vom Pech seines Kontrahenten Jan-Ole Jähnig aus Lehndorf bei Altenburg, der seinen vermeintlichen Sieg im ersten Rennen verlor, da seinem Team bei der ordnungsgemäßen Kennzeichnung der zu verwendenden Reifen eine Fehler unterlief. Somit erbte Paul Fröde den Sieg und fuhr im zweiten Lauf mit Platz zwei den Titel unter Vorbehalt (eine Berufungsverhandlung vor dem Sportgericht steht noch aus) locker ein.

Der Klassenneuling Valentin Frühauf aus Fraureuth bestätigte mit zwei fünften Superstock-Plätzen seinen Aufwärtstrend vom letzten Rennen

Frauenpower bei den 300ern

In der Klasse IDM Supersport 300 traten sogar vier Westsachsen an. Von denen erzielte der 16-jährige Marvin Siebdrath aus Wildenfels mit einem feinen dritten und einem sechsten Platz die besten Ergebnisse.

Der Schwarzenberger Toni Erhard mischte ebenfalls in beiden Rennen in den großen Spitzengruppen mit, musste aber mit den Plätzen neun und elf vorliebnehmen. Der Gaststarter Maximilian Kappler aus Hohenstein-Ernstthal stürzte im ersten Lauf und landete im zweiten auf Rang 14.

Die erst 15-jährige Lucy Michel aus Elterlein durfte sich bei ihrer erst dritten IDM-Veranstaltung über ihre ersten beiden Meisterschaftpunkte freuen. Diese erhielt sie im ersten Lauf nach Platz 15, der wegen eines nicht-punkteberechtigten Gaststarters als Rang 14 gewertet wurde. Im zweiten Lauf wurde sie 18.

Im Northern Talent Cup fuhr Freddie Heinrich aus Lunzenau zwei Mal als Dritter über den Zielstrich und damit als Einziger bei allen bisherigen Rennen aufs Podest. Dustin Schneider aus Adorf schaffte nach Rang elf am Samstag tags darauf als Siebenter sein bestes Saisonresultat.

In der Top-Klasse IDM Superbike 1000 gewann der Ex-MotoGP-Pilot Jonas Folger erwartungsgemäß auch die Rennen sieb und acht und feierte damit seinen ersten IDM-Titel mit einer blütenweisen Weste.