Theater Plauen-Zwickau verspricht Großartiges

Vorschau Ensembles gewährt erste Einblicke in die neue Spielzeit unter dem Motto "Erwartungen"

Zwickau. 

Zwickau. In drei "Vorhang auf"-Veranstaltungen hat das Theater Plauen-Zwickau vom Freitag bis Sonntag seine neue Spielzeit in Zwickau vorgestellt. Sie steht im 30. Jahr nach Mauerfall, Friedlicher Revolution und Wiedervereinigung unter dem Motto "Erwartungen". Während die Theaterleute es kaum erwarten können, in einem Jahr ins frischsanierte Gewandhaus einziehen zu können, werden mit der vorfristigen Verlängerung des Grundlagenvertrages zur Finanzierung des Theaters zwischen den Städten Plauen und Zwickau bis 2022 lang gehegte Erwartungen erfüllt, erklärte Generalintendant Roland May, der durchs Programm führte.

Deutschlandpremiere verspricht Weihnachtsstimmung

Und das verspricht Großartiges: Mit Victor Herberts "Abenteuer im Spielzeugland" - einer Deutschlandpremiere - weihnachtete es sogar mächtig an diesem Wochenende im Zwickauer Rathaus. Das musikalische Weihnachtsmärchen will Musikdirektor Jürgen Pöckel am 7. Dezember erstmals auf die Bühne der "Neuen Welt" bringen. Ein Ensemble aus Musiktheater -Solisten, Orchester, Chor, Schauspielern und Balletttänzern präsentierte zudem Ausschnitte aus Beethovens 7. Sinfonie über Verdis "Aida", Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen", Kleists "Zerbrochenen Krug" und Donizettis "Liebestrank".

Seine Träume verwirklichen

Ballettdirektorin Annett Göhre gab Ausblicke auf zwei Tanztheater-Premieren: auf ihr Tanzstück "Möwe Jonathan", das am 22. November im Malsaal Premiere feiert und davon handelt "wie wichtig es ist, nicht nur zu träumen, sondern seine Träume zu verwirklichen"; und von Oded Ronen, einem israelischen Künstler mit Plauener Wurzeln, der die "Glashäuser" choreografierte (Premiere am 13. März 2020 im Malsaal). "Die bessren Zeiten sagen guten Tag" - so heißt das Stück, das Roland May am Tag des Mauerfalls auf die Bühne des Zwickauer Malsaals bringt. Es besteht aus Prosa, Lyrik und Songs über die politische Wende. Gespielt und gesungen wird es von drei der insgesamt vier Neuzugänge im Schauspielensemble.

Neuzugänge stellen sich dem Publikum

Vorgestellt haben sich am Wochenende alle vier: Gerrit Maybaum lieferte mit dem Song "Der Turm stürzt ein" sogar eine musikalische Kostprobe aus dem Stück. Sabrina Pankrath haute das Publikum mit ihrer Interpretation des Titels "Das Mädchen aus dem 4. Stock" sprichwörtlich vom Hocker. Und Johanna Franke brachte die Zuschauer mit ihrem herrlich frech-frivolen Monolog "Die ganzen Wahrheiten" zum Schmunzeln und Lautlachen. Der Vierte im Neu-Schauspielerbunde - Alexander Bräutigam - stellte sich mit einem Monolog-Ausschnitt aus dem Lustspiel von Heinrich von Kleist "Der zerbrochene Krug" vor, das in Zwickau in der nächsten Spielzeit auf die Bühne kommt.