Tolle Sprüche werden gern belohnt

Fasching Kreativität der "Bettelkinder" lässt nach

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Simone Penderok (Mi.) freut sich über die kostümierten "Bettelkinder". Foto: Büchner-Ulrich

Limbach-Oberfrohna. Zu DDR-Zeiten war die Stadt eine Hochburg von Faschings-Bettelkindern. Inzwischen scheint sich die beliebte Tradition wieder fest etabliert zu haben: Immer am Faschingsdienstag ziehen Kinder jeden Alters in meist aufwendigen Kostümen vorwiegend durch die Innenstadt. Viele Händler freuen sich darauf und haben sich kleine Überraschungen einfallen lassen.

Eines fällt allerdings allen auf: Das Niveau der Sprüche, die die Kinder beim "Betteln" vorbringen, lässt jedes Jahr mehr nach: "Da steht dann eine Prinzessin vor mir und sagt 'Süßes oder Saures' - dabei haben wir ja kein Halloween", wundert sich Heike Sonntag von "Nadel und Faden". "Inzwischen freut man sich ja schon, wenn einer - unabhängig vom Kostüm - einen Spruch wie 'Ich bin der kleine König' aufsagt." Simone Penderok von der Fleischerei Stein sieht das ähnlich: "Nur wer wirklich etwas Tolles bietet, bekommt von uns ein halbes Würstchen."