Toller Ausblick vom Bismarckturm

Bismarckturm Nach langer Zwangspause ist Wahrzeichen wieder geöffnet

Glauchau. 

Glauchau. Nach einer mehr als fünfjährigen Zwangspause dürfen Besucher endlich wieder den tollen Ausblick vom Bismarckturm in Glauchau genießen. Der 46 Meter hohe Turm, der zwischen 1907 und 1910 aus Pirnaer Sandstein errichtet wurde, gilt als Wahrzeichen der Stadt. Gästen bietet sich ein Blick in das Tal der Zwickauer Mulde und - bei optimaler Witterung - sogar bis zum Völkerschlachtdenkmal in Leipzig. Im Frühjahr 2014 musste das Bauwerk gesperrt werden. Experten hatten lockere Verblendsteine und Schäden an den Fugen entdeckt. Die Suche nach einer Sanierungsvariante und nach Finanzierungsquellen hat viel Zeit in Anspruch genommen. Am 6. April 2019 öffneten sich die Türen des Bismarckturmes erstmals wieder für Besucher, die nach dem Aufstieg über 200 Stufen mit der eingangs beschriebenen Aussicht entschädigt worden sind.

"Ich bin sehr froh, dass der Bismarckturm - der als Wahrzeichen unserer Stadt ja weithin sichtbar ist - wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Wir haben allerdings erst den ersten Abschnitt der vorgesehenen Maßnahmen geschafft und in den nächsten Jahren werden noch weitere Bauabschnitte folgen müssen", sagte Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos).

 

Baumaßnahmen geplant

 

Der Rathauschef fand lobende Worte für die Unterstützung durch den Fremdenverkehrsverein "Schönburger Land". Dessen engagierte Mitglieder sichern die Öffnungszeiten ab - unter anderem auch am 21. April und am 5. Mai. Dann ist, jeweils von 13 bis 17 Uhr, ein Aufstieg auf den Bismarckturm möglich. Der Ausflug lässt sich wunderbar mit einem Abstecher in das Tiergehege im Carolapark oder eine Wanderung in den Rümpfwald verbinden.

Fest steht aber: In den nächsten Jahren machen sich weitere Baumaßnahmen am Wahrzeichen erforderlich. Darauf verweist auch Peter Dresler: "Es gibt weitere Sanierungsbedarfe in den einzelnen Turmebenen, bei der Betriebstechnik sowie auch im Bereich der Gedenkhalle und bei den Außenanlagen. Wir werden mit dem Turm also auch in den kommenden Haushaltsdiskussionen befasst sein." Mit so einer langen Sperrung wie zuletzt soll der Handwerker-Einsatz aber nicht noch einmal verbunden sein.