Trabbi-Film feiert in Zwickau Premiere

Dokumentation "Wolle auf Asphalt-Experiment Trabant" nach fünf Jahren Arbeitszeit fertig gestellt

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Eberhard Görner (2.v.r.) freute sich, seinen Film endlich präsentieren zu können. Foto: Ludmila Thiele

Zwickau. Was lange währt, wird gut - das bewies am Samstag die Weltpremiere des 78-minütigen Dokumentarfilmes "Wolle auf Asphalt - das Experiment Trabant" vor rund 200 geladenen Gästen im Zwickauer Haus der Sparkasse. Viele von ihnen haben mit ihren Spenden dazu beigetragen, dass der Film nach fünf Jahren fertig gestellt werden konnte und voraussichtlich im Mai in die Kinos kommt.

Die Zuschauer zeigten mit ihrem Applaus großen Zuspruch für den Film, in dem der Chefkonstrukteur Werner Lang, der maßgeblich an der Weiterentwicklung des Trabant beteiligt war, und der ehemalige VW-Vorstandsvorsitzende Carl Hahn, der den VW nach Zwickau brachte, ein Stück der Zwickauer Automobilgeschichte lebendig machten. Der 90-jährige Hahn reiste extra für die Premiere nach Zwickau an. Werner Lang, der 2013 mit 91 Jahren verstarb, war der Impulsgeber für die Dokumentation.

Im November 2011 führte er den Filmemacher Eberhard Görner und den Schauspieler Gojko Mitic persönlich durchs Horch-Museum. "Seine Zeitzeugen-Geschichten machten diesen Museumsbesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis", erinnert sich der Regisseur und Autor des Filmes Prof. Eberhard Görner. "Deswegen sagte ich: Werner, du bist ein wichtiger Zeitzeuge, der aus erster Hand berichten kann über das Einmalige berichten kann, was die Zwickauer Automobilwerker mit dem Trabant geschaffen haben. Im Januar 2012 haben wir in vier Tagen acht Stunden Filmmaterial mit ihm abgedreht."

Die ersten Ausschnitte konnte er im Horch-Museum zum 90. Geburtstag von Werner Lang im März 2012 zeigen. "Wir hofften, bis Jahresende 2012 die fertige Dokumentation in Zwickau präsentieren zu können", so Görner, der besonders großen Dank der Witwe von Werner Lang aussprach, die mit ihren Bemühungen einen sehr großen Anteil daran hat, dass der Film vollendet werden konnte. "Ich habe den Film jetzt zum ersten Mal gesehen und bin absolut begeistert, aber natürlich sehr aufgewühlt, Werner auf der Leinwand zu sehen und sprechen zu hören", so Renate Lang.