Trabis in der Tuchfabrik

Besuch Teilnehmer der Tour sehen sich nicht nur die historischen Maschinen an

trabis-in-der-tuchfabrik
Die Trabi-Tour Sachsen 2018 machte am Montag Station auf dem Areal der historischen Tuchfabrik.Foto: T. Michel

Crimmitschau. Auf dem Areal der historischen Tuchfabrik Gebr. Pfau an der Leipziger Straße in Crimmitschau gaben am Montag zeitweise die Zweitaktmotoren mehrerer Trabis den Ton an. Die Fabrik war ein Etappenziel der diesjährigen Trabi-Tour Sachsen, die noch in dieser Woche im Freistaat sowie in Thüringen und Sachsen-Anhalt unterwegs ist. Der Ausgangspunkt der einzelnen Etappen ist in diesem Jahr das Schloss Colditz, von wo aus Tourleiter Ralf Lemnitzer und seine Mitstreiter unter anderem den Naumburger Dom oder das Pferdebahn-Museum in Döbeln ansteuern.

Challenge: Einparken

Unterwegs gibt es neben den Sehenswürdigkeiten für die 18 Zweimann-Teams übrigens auch die eine oder andere lustige Aufgabe zu lösen. Auf den Hof der Crimmitschauer Tuchfabrik beispielsweise ging es um das rückwärts einparken, was für einen Trabant beinahe einen schlechten Ausgang genommen hätte. Der Fahrer nahm das Platzangebot zwischen Maschinenhaus und Kesselhaus wohl doch etwas zu locker. Zum Glück passten die anderen Trabifahrer gut auf und bremsten ihren Kollegen ziemlich lautstark. Zwischen dem linken Kotflügel des Trabants und der Mauer des Kesselhauses waren keine zwei Zentimeter Platz, was auch bei den Verantwortlichen der Tuchfabrik ein kurzes Herzrasen verursachte.

Am Ende hatten aber alle 18 Teams die Einpark-Aufgabe gelöst. Quasi in der Mittagspause besichtigten die Trabi-Piloten die Tuchfabrik mit ihren historischen Maschinen und Anlagen, bevor sich das Tour-Feld in Richtung Hohenstein-Ernstthal verabschiedete. In der Karl-May-Stadt stand das Renn-Museum im Mittelpunkt des Interesses, wo auch einige Exemplare der legendären Rennpappen zu sehen waren. Die Renn-Trabis mit ihren getunten 600-Kubikzentimeter-Motoren gehören zur Geschichte des Motorsports in der ehemaligen DDR.