Trachtenträger in Aktion

Tradition Bergparade startet um 14 Uhr am Glück-Auf-Center

Zwickau. 

Getreu der bergmännischen Traditionspflege, findet in Zwickau in jedem Jahr die Bergparade der Uniformträger und Bergkapellen statt. Am kommenden Samstag ist es wieder einmal soweit. Um 14 Uhr starten die Bergmänner ihren Marsch ab dem Glück-Auf-Center in Richtung Zwickauer Innenstadt. Während der Parade sind voraussichtlich 141 vorbeiziehende Musiker und 238 Trachtenträger zu erleben. Den Abschluss des Umzuges bildet schließlich um 14.45 Uhr das Bergkonzert im Domhof vor den Priesterhäusern. Zu diesem alljährlichen Höhepunkt in der Stadt Zwickau werden bei jedem Wetter bis zu Tausend und mehr Besucher erwartet. Die Zwickauer Bergbautraditionen reichen weit zurück und haben die Stadt über Jahrhunderte geprägt. Im Mittelalter verhalf der erzgebirgische Silberbergbau zu Reichtum, Ansehen und Blüte. Dem hellen Silber folgte später das schwarze Gold - die Steinkohle. Sie erlangte mit der Industrialisierung große Bedeutung und machte Zwickau zu einer führenden Industriestadt in Sachsen. Vor wenigen Jahrzehnten war es dann das Uran, das die Muldestadt wieder mit dem Erzbergbau verband. Wenn auch heute die bergmännische Arbeit ruht, so leben die Bräuche immer noch fort. Die Bergparade in der Weihnachtszeit ist dabei ein besonderer Höhepunkt. Sie stellt nicht nur einen farbenprächtigen Umzug der Bergknappen und Brüderschaften des Erzgebirges unter dem Klang überlieferter Weisen dar, sondern ist zugleich eine Würdigung des Bergbaus, dem ein wichtiger Teil der Identität Zwickaus zu verdanken ist.