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Trockenheit: Bauern fürchten um ihre Ernte

Landwirtschaft Viele Feldfrüchte brauchen dringend Regen

Bernsdorf. 

Bernsdorf. Die Trockenheit und die langen Wärmeperioden haben in der Region dafür gesorgt, dass die Erntezeit knapp 14 Tage früher begonnen hat als üblich. In den vergangenen Tagen haben die Landwirte vor allem Wintergerste von den Felder geholt. Die Sorgen, die es mit Blick auf die Dürre gab, bewahrheiteten sich nur bedingt.

"Die Erträge sind recht ordentlich für diese Bedingungen", sagt Andreas Grellmann, Vorsitzender der Agargenossenschaft Lungwitztal. Je nach Lage der Felder waren die Niederschläge, die es zwischenzeitlich gab, allerdings sehr unterschiedlich, was sich auf die Mengen auswirkt, die geerntet werden. Beim Grünfutter gibt es einige Sorgen. "Da ist in den letzten Wochen nicht viel gewachsen, das sieht ja auch jeder im eigenen Garten", sagt Grellmann.

Rainer Stauch, Vorsitzender der Agrargenossenschaft Langenchursdorf, hat Bedenken, wie es mit der Ernte weiter geht. Denn viele Feldfrüchte, unter anderem Kartoffeln und Mais, sind ja noch in der Wachstumsphase und bräuchten dringend Regen, am besten einmal drei Tage lang. Ansonsten drohen erhebliche Einbußen, wie sie für Landwirte in Nordsachen und Brandburg, wo stellenweise die ganze Ernte verloren ging, bereits Realität sind.

Ergiebige Regenfälle sind aber nicht vorhergesagt, was auch in den Wäldern Folgen. Hier herrscht mit Stufe vier die zweithöchste Waldbrandwarnstufe, so dass erhöhte Achtsamkeit geboten ist. Wildtiere leiden ebenfalls unter der Trockenheit. Im heimischen Garten sollte daher kleine Wasserstellen für Vögel, Igel und andere Tiere geschaffen werden.



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