Tuchfabrik rückt ins Rampenlicht

Landesausstellung Stadtrat gibt Willensbekundung ab

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In der Tuchfabrik stehen viele historische Maschinen. Sie werden unter anderem von Christian Morawiak erhalten und vorgeführt. Foto: Frenzel

Crimmitschau. Der Stadtrat hat ein klares Bekenntnis abgegeben: Crimmitschau soll sich mit der Tuchfabrik Gebrüder Pfau an der Landesausstellung für Industriekultur beteiligen. Sie ist als dezentraler Standort bei der Schau zwischen April und Oktober 2020 vorgesehen.

"Die Besucher der Landesausstellung erwartet in der Tuchfabrik ein authentischer Ort, der sich anfühlt wie gerade von den Arbeitern verlassen", sagt Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau). Er kündigt an, dass es zur Landesausstellung geführte Fabrikrundgänge mit zahlreichen Maschinen-Vorführungen in rund 20 Räumen und Sälen geben soll. Dazu sei eine Begleitausstellung mit umfassenden Informationen zu Stadtentwicklung und Textilindustrie inklusive Patententwicklung geplant.

Bewerbung für die Landesausstellung läuft bereits

Durch den Beschluss des Stadtrates wurde die Stadtverwaltung beauftragt, mit dem Betreiber der Tuchfabrik, dem Zweckverband Sächsisches Industriemuseum, die nächsten Schritte einzuleiten. Dazu gehören Planung, Umsetzung und Finanzierung des Vorhabens. Bis Ende des Jahres soll über die künftige Gestaltung der Öffnungszeiten und der personellen Besetzung beraten werden. Momentan handelt es sich bei der Tuchfabrik nur um ein Technisches Denkmal.

Für die Vorbereitung der Landesausstellung sollen 496.000 Euro vom Freistaat und 124.000 Euro aus der Stadtkasse zur Verfügung stehen - für die Erstellung der Ausstellungen und Investitionen in die Gebäude. Der Zweckverband Sächsisches Industriemuseum gab schon im letzten Jahr eine Bewerbung für die Landesausstellung unter dem Motto "Textil" ab. Auch der Förderverein rührte dafür schon seit längerer Zeit die Werbetrommel. Nun wird die Teilnahme auch durch die Willensbekundung des Stadtrates untermauert. "Die Stadt Crimmitschau will die Chance ergreifen, im Rahmen der Landesausstellung überörtliche Aufmerksamkeit zu wecken", sagt Rathaussprecherin Uta Pleißner.