Über Zwangssterilisation und Euthanasie

Erinnern Zwickauer gedenken der Opfer

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Dr. Edmund Käbisch vor dem Haus Muldenblick. Foto: msz / Alfredo Randazzo

Zwickau. Vor dem Gedenkstein für die Opfer der NS-Diktatur gedachten die Zwickauer am Dienstagnachmittag den Opfern der Zwangssterilisation und Euthanasie. Die Veranstaltung fand am Haus Muldenblick an der Talstraße 5 statt. Von Vertretern und Bewohnern der Stadt wurden Blumen niedergelegt. Dr. Edmund Käbisch, Pfarrer i. R. erinnerte besonders an ein Zwickauer Opfer. Es steht beispielhaft für alle Opfer des verbrecherischen Systems.

Vorwand "Rassenhygiene"

Unter Zwangssterilisation versteht man die Herbeiführung von Unfruchtbarkeit (Zeugungsunfähigkeit) bei Menschen ohne deren Einwilligung. Die Geschichte der Euthanasie ist in Deutschland durch die Zeit des Nationalsozialisten und deren Morde unter dem Vorwand der "Rassenhygiene" geprägt. Weiterhin wurde der historischen Tatsache gedacht: "Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf!" Detlev Hoffman umrahmte mit seiner Geige die Veranstaltung würdevoll musikalisch.