Umfangreiche Sanierung: 1,6 Millionen für die Werdauer Marienkirche

FÖRDERMITTEL Gotteshaus wird bis mindestens Frühjahr 2021 eine Großbaustelle

Werdau. 

Werdau. "Ich habe die Marienkirche noch nie im Original gesehen, war aber schon von den Fotos absolut begeistert", sagte Friedrich-Wilhelm von Rauch, seines Zeichens Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. Der 63-Jährige besuchte am Mittwoch das Gotteshaus im Werdauer Zentrum und hatte für Pfarrer Andreas Richter eine Fördermittelzusage im Gepäck. Denn inzwischen hat sich die 1764 geweihte Kirche im Inneren in eine Großbaustelle verwandelt. "Wir wollen die handwerkliche Perfektion des Dresdner Baumeisters Samuel Locke wieder sichtbar machen", sagte Andreas Richter, der mit Friedrich-Wilhelm von Rauch offensichtlich einen Anhänger der Locke-Version gefunden hat.

Kulturhistorischer Schatz wird zurückgewonnen

"Mit den Fördermitteln der Sparkasse und den anderen Zusagen wird diese Kirche am Ende der Arbeiten ein Besuchermagnet werden", war sich der Gast von der Sparkassenstiftung sicher. Für ihn bedeuteten so engagiert vorangetriebenen Restaurierungsarbeiten für die Kirche so etwas wie ihre Wiederentdeckung. Er sprach auch von einem kulturhistorischen Schatz, der zurückgewonnen werde.

Eine spannende Zeit

Im Kircheninneren thronen seit einer Woche riesige Baugerüste, so dass die Gottesdienste derzeit ins Gemeindezentrum verlegt werden müssen. Die Christvesper am Dienstag findet sogar in der Stadthalle "Pleißental" statt. "Das Baugeschehen in unserer Kirche wir auf jeden Fall eine spannende Zeit. Ich bin aber dankbar, dass wir bauen können", betonte Andreas Richter, der die Fördermittelzusage der Sparkassenstiftung als ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk bezeichnete. Die Sanierung wird rund 1,6 Millionen kosten.