Unterstützung für die kranke Lea

Spendenaktion Ostermarkt am Samstag in Härtensdorf

Lea bei ihrer letzten Delphin-Therapie. Foto: privat

Wildenfels/OT Härtensdorf. Lea ist 14 Jahre alt. Sie könnte das Leben einer ganz normalen Teenagerin führen. Doch ihr Schicksal wollte es anders. Schon seit ihrer Geburt leidet sie an dem sogenannten "Charge-Syndrom". Das heißt Wachstumsstörungen, Herz- und Augenfehler, eine schwache Muskulatur, Hör- und Gleichgewichtsfehler. Die Liste der körperlichen und geistigen Einschränkungen ist noch länger. Außerdem leidet sie noch an Autismus.

Ihre Patin legt sich mächtig für sie ins Zeug

Doch Lea lässt den Kopf nicht hängen. Die Jugendliche aus Oelsnitz im Erzgebirge geht in Limbach-Oberfrohna zur Schule. In den vergangenen Jahren hat sie ihre Liebe zu Tieren entdeckt. Das auch dank ihrer Patin Constanze Jugel. Die 32-jährige Chemnitzerin hatte über eine Kollegin von dem Mädchen erfahren. Constanze Jugel lernte Lea kennen und lieben. Seitdem legt sie sich mächtig für Lea ins Zeug.

Lea muss viel über sich ergehen lassen

"Ihr Alltag ist geprägt von Schule, vielen Therapie- und Arztterminen. Auch schwere Operationen musste das Mädchen schon etliche über sich ergehen lassen", berichtet Jngel. Fast schlimmer noch erscheint die Gewalt, die sich Lea auch selbst antun kann. "Sie biss sich in den Arm, schlug sich gegen Kinn oder Kopf. Um sich zu spüren oder einfach aus Verzweiflung. Das geht richtig ans Herz", so die 32-Jährige.

Als kleines Wundermittel hat sich inzwischen die Delfintherapie erwiesen. Mittlerweile fünf Therapien durfte Lea schon genießen. Ohne Unterstützung von außen hätten die Eltern nicht die nötigen Mittel aufbringen können, berichtet Constanze Jugel.

Viele Spenden erreichten die 14-Jährige bereits

"Aus einem kleinen Kuchenbasar in unserer damaligen Schule wurde mit der Zeit eine große Aktion, die sich immer mehr verbreitete. Wir waren überwältigt, wie viele uns plötzlich helfen und Lea das Schwimmen mit den Delfinen ermöglichen wollten. Es folgten Stände auf Festen, Weihnachtsmärkten und Flohmärkten. Dort wurden Spenden, Trödel und viele selbst hergestellte Dinge und Basteleien verkauft. Viele haben auch Geld gespendet. Auch ein Benfizkonzert haben wir eigenständig organisiert. Und wir versichern allen, das jeder einzelne Cent an Lea geht", so Jugel.

Jedes Jahr, nach jeder einzelnen Therapie, sei es dem kranken Kind besser gegangen. Das ist für die Unterstützer wie Patin Jugel Grund genug, weiterzumachen.

Ostermarkt soll Lea unterstützen

Die nächste Spendenaktion findet am Samstag, 24. März, in auf dem Kunz-Hof im Wildenfelser Ortsteil Härtensdorf statt. Von 9 bis 18 Uhr veranstaltet der Hof einen Ostermarkt. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Kreativwerkstatt für die Jüngeren, Kinderschminken und ein Puppenspiel mit den Bremer Stadtmusikanten. Auch eine Hüpfburg ist aufgebaut. Die Luntenlausbum aus Vielau laden zur Ausfahrt im historischen Traktor ein. Es geht zum Damwildgehege. Natürlich können die Besucher auch Waren aus der Produktion vor Ort - etwa Schweine- und Damwildfleisch - sowie von Direktvermarktern erwerben.

Der Eintritt zum Ostermarkt in der Karl-Marx-Straße 70 ist frei. Infos finden sich unter www.ein-delphin-für-lea.de. Außerdem gibt es eine Facebook-Seite "Ein Delphin für Lea".