Unterstützung: Kirchen sind auch in der Krise da

Krise Hilfe soll vermittelt werden

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. In schwierigen Zeiten haben die Menschen über die Jahrhunderte immer wieder Trost und Beistand in den Kirchen gesucht. Während der jetzigen Pandemie bleibt jedoch der Weg ins Gotteshaus verwehrt: Die Kirchen müssen wie so viele andere öffentliche Einrichtungen geschlossen bleiben.

Das bedeutet jedoch nicht, dass es keinen Beistand mehr gibt: "Wir müssen alle dankbar sein, dass der Staat vor allem alte und kranke Menschen so konsequent zu schützen versucht", betont Andreas Vögler. "Dass es dadurch zunächst keine Gottesdienste und Gemeindekreise gibt, muss man ganz einfach akzeptieren." Vögler weiß, dass die Einschränkungen für manche an den Erhalt der beruflichen Existenz gehen werden, wie er es selbst in Limbach-Oberfrohna immer wieder hört.

"Kirche läuft zunächst anders, ist aber immer da."

Der Pfarrer möchte aber auch Mut machen, diese schwierige Zeit vielleicht auch dafür zu nutzen, sich neuen Medien zu öffnen: "Unter 'kirche-limbach-kaendler.de' gibt es online verschiedene Andachten zu sehen, das kann ein kleiner Trost sein." Vögler selbst erkundigt sich telefonisch vor allem bei älteren und allein lebenden Gemeindemitgliedern, wie es ihnen geht. Dabei ist er dankbar für Tipps, wer vielleicht fernmündliche Unterstützung nötig hat. "Pfarrer Schubert und ich möchten auch gern Kontakte vermitteln, da sich bei uns vor allem junge Leute melden, die gern helfen wollen", ergänzt er. Selbst das Glockengeläut ist seiner Meinung nach jetzt besonders wichtig: "Es ist eine Einladung zum Gebet und zeigt: Kirche läuft jetzt zunächst anders, ist aber immer da."