Untersuchungen im Bereich Parkstraße

Altlasten Sofortmaßnahmen nicht erforderlich

Zwickau. Altlasten unter der Kleingartenanlage Parkstraße? Während die Kleingärtner kaum beunruhigt sind, melden sich immer wieder Stimmen zu Wort, die eine genauere Untersuchung fordern. Denen will die Stadtverwaltung Zwickau jetzt nachgehen und entsprechende Maßnahmen veranlassen. Ein Grund hierfür sind auch die Ergebnisse einer orientierenden Erkundung, die durch das Landratsamt in Auftrag gegeben wurde. Stadtsprecher Matthias Merz erklärte: "Eine Schließung der Kleingartenanlage ist auf Basis der vorliegenden Erkenntnisse nicht erforderlich." Die Stadt Zwickau, als Grundstückseigentümer, wird nun eine detaillierte Untersuchung der gesamten Kleingartenanlage "Parkstraße" beauftragen. Mittels Rammkernsondierungen soll die genaue Ausdehnung der Lehmgrube erkundet und der Belastungsgrad der Auffüllung ermittelt werden. Zum geschichtlichen Hintergrund: An der Parkstraße befand sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert eine Ziegelei mit Lehmgrube. Das Restloch der Lehmgrube, deren genaue Lage und Ausdehnung nicht bekannt ist, wurde später verfüllt. Die Auffüllung geht dabei bis zu einer Tiefe von 2,9 Meter. Die Analyse der Bodenproben ergab erhöhte Gehalte an Schwermetallen. Ab 1920 entstanden auf diesem Gelände die ersten Kleingärten. Festzuhalten ist nun, dass sich die ehemalige Lehmgrube wohl bis in die Randbereiche der Kleingartenanlage erstreckt. msz