Unterwegs auf dem Jakobsweg

Pilgerreise 3000 Kilometer von Nürnberg nach Santiago

Zwickau. 

Zwickau. Martin Schulte Kellinghaus war auf dem Jakobsweg unterwegs. In seiner Live-Reportage "3000 Kilometer von Deutschland nach Santiago" am 25. Januar im Hörsaal 1 der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) auf dem Scheffelberg informiert er ab 20 Uhr über seine Erlebnisse.

Kellinghaus startete in Nürnberg. Auf den Spuren pilgernder Patrizier ging es weiter durch das barocke Oberschwaben an den Bodensee. Auf den Jakobswegen kann der einsame Pilger die Naturschönheiten genießen.

In der Mauritiusrotunde in Konstanz erhielten früher Pilger den Segen, bevor sie auf dem Schwabenweg zum berühmten Kloster Einsiedeln weiterzogen. Nachdem der uralte Kultort Le Puy-en-Velay im französischen Zentralmassiv erreicht war, ging es weiter durch die Sonnenblumenfelder der Gascogne ins Baskenland. Manche Pilgerunterkünfte bieten dabei genussvolle Begegnungen mit der französischen Lebensart.

Leidensbereitschaft und Konzentration auf das Wesentliche

Der Wanderer erinnert sich: "Mühsam überqueren wir die Pyrenäen auf geschichtsträchtigen Pfaden bis hin zur Kathedrale von Burgos." Seine Erkenntnis: "Karge Pilgerherbergen erfordern Leidensbereitschaft und Konzentration auf das Wesentliche.

Der Weg öffnet die Sinne!" Unterwegs erlebte er immer wieder eindrucksvolle und intensive Begegnungen mit Pilgern aus aller Welt. Kellinghaus: "Durch das grüne Galicien erreichten wir endlich das 1000jährige Ziel aller Jakobspilger, die Kathedrale in Santiago de Compostela. Eine einmalige Erfahrung, die das Leben verändert."