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Unverpackt-Laden in Zwickau: Einkaufen ohne Müll

Umwelt Erster Laden dieser Art steht in den Startlöchern

Zwickau. 

Zwickau. Auch die Muldestadt Zwickau bekommt bald einen Unverpackt-Laden. Das Unternehmen "Mr. Cornfill" basiert auf einem einfaches Prinzip: Um einzukaufen, bringen die Kunden idealerweise selbst Mehrwegbehältnisse mit. Für Spontankäufe können sie aber auch vor Ort neue Behälter kaufen oder von anderen Kunden gespendete Behälter nutzen.

Den Kindern eine saubere Erde hinterlassen

Die Idee dazu hatte Michael Karl. Der Einzelhandelskaufmann und Familienvater erläuterte die Hintergründe: "Nach 16 Jahren als leitender Angestellter im Einzelhandel keimte in mir der Wunsch, mich selbst mit einem eigenen Projekt zu verwirklichen. Dazu kam, dass ich nicht mehr hinter dem dauerhaften Konsum neuer Produkte stand und gerne etwas mit Mehrwert schaffen wollte. Also entwickelte ich das Konzept von Mr. Cornfill und entschloss mich, das Projekt Unverpackt-Laden in Zwickau anzugehen. Dabei sind meine Kinder mein größter Anreiz, etwas in dieser Welt zu verändern und ihnen eine etwas sauberere Erde zu hinterlassen." Das Sortiment von Mr. Cornfill wird neben Lebensmitteln wie Getreide, Hülsenfrüchte, Süßigkeiten und Gewürzen auch Reinigungsmittel und Hygieneartikel umfassen. Zu Beginn des neuen Jahres will Karl sein Geschäft eröffnen. Ziel von unverpacktem Einkaufen ist es, den Verpackungsmüll in Zwickau zu reduzieren.

Denn jeder Einwohner in der Muldestadt verursacht jährlich mehr als 54 Kilogramm Plastikmüll. Innerhalb von nur drei Jahren ist diese Menge um sechs Prozent gestiegen. Die Schumannstadt ist damit trauriger Rekordhalter in Sachsen.

Zur Finanzierung von "Mr. Cornfill" läuft bis 22. Dezember eine Crowdfunding-Kampagne.

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