Uwe Wächtler wieder beim 24-Stunden-Rennen dabei

Motorsport Parallelen zum Sachsenring-GP in Nürburg

Der Zwickauer Uwe Wächtler war auch in diesem Jahr wieder beim 24-Stundenrennen auf dem Nürburgring dabei. Foto: Thorsten Horn

Zwickau/ Nürburg. Auch in diesem Jahr war der inzwischen in Zwickau lebende Hohenstein-Ernstthaler Ex-Motorrad- und ambitionierte Autorennfahrer Uwe Wächtler beim größten Auto-Rennen der Welt, dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, wieder mittendrin statt nur dabei. Wie im Vorjahr pilotierte er in einem Vier-Mann-Team von Dörr Motorsport aus Frankfurt am Main einen 620 PS starken Lamborghini Huracan Super Trofeo Evo.

"Im Gegensatz zum vorigen Jahr, als ich ziemlich kurzfristig verpflichtet wurde, hatte ich diesmal mehr Zeit, um mich körperlich in Form zu bringen. Genau genommen, habe ich mich übers ganze Jahr fit gehalten, nur in den letzten Wochen vorm Rennen habe ich meine Bemühungen noch einmal intensiviert und habe zwei bis drei Mal pro Woche jeweils zweieinhalb Stunden gezielt Sport gemacht", so der Leitende Instruktor im Fahrsicherheitszentrum Sachsenring vorm Start zum Rennen zwei Mal um die Analoguhr.

Anfängliche Schwierigkeiten

Das Rennen begann dann alles andere als zufriedenstellend, denn bereits in der Anfangsphase stand man nach zwei Antriebswellenschäden, einem leichten aber folgenschweren Einschlag, der eine Sitzreparatur nach sich zog, fast länger in der Box als man sich auf der Strecke befand. Natürlich stürzte das Team mit der Startnummer 69 daraufhin ins Nirwana des Klassements ab.

"Unser Ziel blieb aber, die Kombination von Dörr Motorsport, unserem Reifenpartner GiTi und Lamborghini bestmöglich zusammenzubringen und bei den 24 Stunden zu präsentieren. Nach dem technischen Pech am Anfang konnten wir ohne Probleme durchfahren und hoffen, nächstes Jahr eine bessere Platzierung zu erreichen. Unser Ziel war nämlich ein Platz unter den ersten 30, was durchaus realistisch und möglich war. Leider war das Rennen dann für uns sehr schnell gelaufen. Danach war es unser Ziel, die 24 Stunden trotz allem durchzustehen und in Wertung über die Ziellinie zu fahren. Das haben wir geschafft. Dabei haben wir aber keineswegs langsamer gemacht. Wir sind alle Rennfahrer, so dass wir weiterhin gepusht und versucht haben, uns so teuer wie möglich zu verkaufen. Im letzten Drittel wurde das Rennen wegen Nebels noch einmal für zwei Stunden unterbrochen, so dass uns noch weniger Zeit blieb, um noch etwas aufzuholen", so noch einmal der 57-Jährige. Mit genau dem 100. Platz unter 147 gestarteten Autos war somit das Ende der Fahnenstange erreicht.

Das Feeling nicht mehr aus dem Kopf bekommen

Auch zum besonderen Reiz des 24-Stunden-Rennens nahm Uwe Wächtler Stellung und sagte dazu: "Wer das einmal erlebt hat, bekommt die Kulisse und das ganze Feeling nicht mehr aus dem Kopf. Hier herrscht ein cooles Feeling zusammen mit den Fans im offenen Fahrerlager, so dass man viele tolle Gespräche führen kann. Und die Nordschleife ist ja ohnehin die geilste Rennstrecke der Welt. Für mich persönlich ist es absolut toll, dass ich mit dem Motorrad Grand Prix auf dem Sachsenring vor unserer Haustür und dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring die beiden deutschen Motorsport-Highlights auf zwei bzw. vier Rädern live miterleben kann. Beides sollte man sich auch als Fan auf jeden Fall gönnen."