Vandalen sind unterwegs

Gesellschaft "Baum für gemeinsames Wachstum" gefällt

Ende vergangener Woche wurde der erstmals im April auf Initiative des Bündnisses für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region von Migrantenkindern auf dem Muldeparadies gepflanzte Baum erneut Opfer eines Anschlags. Bereits wenige Tage nach der ursprünglichen Pflanzung war der erste Baum abgesägt worden, woraufhin die Stadt eine Ersatzpflanzung veranlasst hatte. Ursprünglich als positives Zeichen für eine gemeinsame Zukunft der einheimischen Bevölkerung mit ausländischen Zuwanderern geplant, gerät die Baumleiche mittlerweile zum Mahnmal.

Oberbürgermeisterin Findeiß, die die neuerliche Zerstörung in einer ersten Wortmeldung als Schandtat bezeichnet hat, will den Baum "als mahnendes Symbol, wohin Zerstörungswut und Intoleranz führen, [und] um zugleich zu zeigen, wie wichtig Frieden und gegenseitiger Respekt sind" in seinem jetzigen Zustand belassen. Vor Ort soll zudem eine Schrifttafel angebracht werden, die den Zustand des Baumes und die Vorkommnisse, die dazu geführt haben, erläutert. Das städtische Garten- und Friedhofsamt hat mittlerweile Anzeige gegen Unbekannt erstattet, nach den Tätern wird weiterhin gesucht.