Verbesserung des Brandschutzes kostet 610.000 Euro

Rathaus Handwerker starten im Frühjahr 2018

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Die Mängel beim Brandschutz sollen im Rathaus beseitigt werden. Foto: Frenzel

Crimmitschau. Das Rathaus in Crimmitschau verwandelt sich im nächsten Jahr zu einer großen Baustelle. Im unter Denkmalschutz stehenden Gebäude müssen umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes durchgeführt werden. Kosten: rund 610.000 Euro. Davon kommen 456.000 Euro als Fördermittel aus dem Programm "Brücken in die Zukunft". Der städtische Eigenanteil beläuft sich auf 154.000 Euro. Die Stadträte haben auf ihrer jüngsten Sitzung einen Baubeschluss gefasst.

Neue Wege zwischen den Büros

Das Rathaus soll unter anderem eine Sicherheitsbeleuchtung und eine Brandmeldeanlage bekommen. Zudem macht sich die bauliche Abtrennung der Treppenhäuser und Flure erforderlich. Dafür ist zum Teil der Einbau von Aluminium-Glaselementen geplant. Der Ostflügel des Gebäudes bekommt nachträglich einen Ausgang ins Freie. Hier wird eine Fensterbrüstung herausgebrochen und eine Außentür eingebaut. Da sich das Foyer über drei Etagen erstreckt, favorisieren die Experten an mehreren Stellen so genannte Bypass-Lösungen.

Das heißt: Zwischen den Büros entstehen zusätzliche Verbindungen, die im Ernstfall als Rettungsweg genutzt werden können. Die Gitter, die sich an den Fenstern im Erdgeschoss befinden, erhalten eine Schließfunktion.

Die Umsetzung ist bei laufendem Betrieb geplant. Während die 49 Mitarbeiter im Rathaus weiter an ihren Arbeitsplätzen sitzen, sollen die Handwerker unter anderem Leitungen verlegen und Türen einbauen.

Ab 2018 werden Handwerksbetriebe gesucht

"Dafür müssen wir einen entsprechenden Weg finden und die Details in eine sattelfeste Ausschreibung bringen", sagt Bau-Fachbereichsleiter Götz Müller. Er geht davon aus, dass bis zum Ende des Jahres an den Planungs- und Ausschreibungsunterlagen gearbeitet werden muss. Danach beginnt die Suche nach Handwerksbetrieben. Der Baubeginn ist im Frühjahr 2018 geplant.