Verdienstorden für Dom-Baumeister

Ehrung Dr. Michael Kühn am Mittwoch in der Staatskanzlei ausgezeichnet

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich überreicht am 25. November, dem weit über die Grenzen der Muldestadt hinaus bekannten Zwickauer Dom-Baumeister Dr. Michal Kühn in der Staatskanzlei das Bundesverdienstkreuz. Der Vorschlag Lothar Beier wurde von der Stadt Zwickau nachhaltig begrüßt und unterstützt. Oberbürgermeisterin Pia Findeiß erklärte: "Dr. Kühn hat sich besondere Verdienste im Bereich des Denkmalschutzes erworben." und fügte ergänzend hinzu. "Beispielhaft belegt dies sein Einsatz bei der Sanierung des Doms St. Mariens, der einer der bedeutendsten Hallenkirchen der Spätgotik und zugleich das wichtigste Wahrzeichen Zwickaus ist." Der Erhalt und die Sanierung des Domes verdankt die Stadt Zwickau maßgeblich dem 72-Jährigen, der sich darüber hinaus für weitere Denkmale einsetzte und als Ansprechpartner in spezifischen Fragen des Denkmalschutzes anerkannt ist. Kühn engagiert sich seit nunmehr fast 25 Jahren für überregional bedeutender Baudenkmale in seiner Heimatstadt. Auch für die Rettung des spätgotischen Kornhauses setzte er sich erfolgreich ein. Eine Vielzahl anderer Kulturdenkmale wie die Moritzkirche oder die Matthäuskirche in Bockwa profitierten vom Engagement und den Erfahrungen des versierten Architekten und Baumeisters. Die Sanierung der Matthäuskirche zu Bockwa ist durch Michael Kühn in Gang gesetzt worden. Sie ist der erste reine Kirchenbau der Neugotik in Sachsen und zeigt in seiner Bauweise einen Formenschatz, der von Karl Friedrich Schinkel maßgeblich beeinflusst wurde. Der Förderverein der Matthäuskirche ist froh und dankbar, dass sich dieser anerkannte und geschätzte Instandhaltungsfachmann für Kirchenbau der Bockwaer Kirche angenommen hat. Die Liste von Kühns Engagement könnte weiter fortgesetzt werden. msz/lob