Verteidiger muss stürmen

Eishockey Eispiraten mit Personalsorgen

Bei den Eispiraten Crimmitschau nimmt Dominik Walsh momentan die Rolle einer "Allzweckwaffe" ein. Der 26-Jährige, der normalerweise in der Abwehr agiert, musste am Wochenende durch die angespannte Personalsituation im Sturm aushelfen. Den gewünschten Erfolg in Form von Punkten hat der Walsh-Einsatz in der Abteilung-Attacke nicht gebracht.

Die Eispiraten haben am Freitagabend auswärts bei den Löwen Frankfurt eine 2:7 (1:3,1:2,0:2)-Klatsche kassiert. Vor den 3819 Zuschauern verschlief Crimmitschau den Start und geriet schnell mit 0:2 in Rückstand. In der Folgezeit stellten die Treffer von Nemanja Vucurevic, der erstmals im Eispiraten-Trikot erfolgreich war, und von Ty Wishart, der mit einem Schlagschuss traf, nur eine Ergebniskosmetik dar. Am Sonntag gab es im Heimspiel gegen die Kassel Huskies eine 2:4 (0:1,1:2,1:1)-Niederlage. Vor den 1807 Zuschauern profitierten die Gäste von ihrem großen Kader, der den Einsatz von vier Sturmreihen ermöglicht hat. Die Eispiraten-Treffer erzielten Philipp Halbauer und Danny Pyka.

Obwohl der Rückstand auf die Pre-Play-off-Plätze zuletzt auf sieben Zähler angewachsen ist, müssen die Puckjäger aus Crimmitschau am Wochenende wieder Vollgas geben und mindestens drei Punkte einfahren. Am Freitag (ab 20 Uhr) steht das schwere Auswärtsspiel bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven an. Das Team von der Nordseeküste führt die Tabelle an. Am Sonntag (ab 17 Uhr) folgt das Heimspiel gegen das Schlusslicht Heilbronner Falken. Die Eispiraten-Verantwortlichen hoffen, dass mit Vincent Schlenker (Knieprellung) und Eric Lampe (Erkältung) zumindest zwei Stürmer, die zuletzt gefehlt haben, in den Kader zurückkehren. Ansonsten muss Dominic Walsh wieder im Sturm aushelfen.