Viel Einsatz und Ehrgeiz: Breitensport am Sachsenring

MOTORSPORT Racing Days mit altem Bekannten und Lokalmatadoren

Sachsenring. 

Sachsenring. Nur eine Woche vor dem ADAC GT Masters nehmen im Rahmen der DMV-AMC Sachsenring Racingsdays sechs Autorennklassen heute und am morgigen Samstag den Sachsenring in Beschlag. Wenngleich es sich bei der Spezial Tourenwagen Trophy (STT), der DMV BMW Challenge, der National Endurance Serie (DMV NES 500), der Porsche Club Historic Challenge (PCHC), dem AvD Historic Race Cup und dem "Ferrari Club" um Breitensport-Serien handelte, wird Motorsport mit viel Einsatz und Ehrgeiz betrieben. Bei diesem mischte sich auch der eine oder andere prominente Rennfahrer bzw. Lokalmatador unter die Hobby-Racer.

Ein guter, alter Bekannter

So zum Beispiel in der Spezial Tourenwagen Trophy Uwe Alzen. Der 53-jährige Betzdorfer war in seiner richtig aktiven Zeit schon 1997 im Rahmen des Super Tourenwagen Cups (STW) auf dem Sachsenring zu Gange und stieg damals sowohl nach dem Sprint- wie auch dem Hauptrennen als bester Opel-Pilot als Dritter aufs Podest. Ebenso 1999. Im zweiten und dritten Jahr der neuen DTM, 2001 und 2002, kam er wieder auf den Sachsenring, konnte jedoch als Mercedes-Werksfahrer keine nennenswerten Erfolge verbuchen. Beim ADAC GT Masters wurde er wiederum hier mit Claudia Hürtgen in einem BMW Z4 GT3 noch einmal Zweiter.

"Hier muss man schon fehlerfrei fahren"

"Am Sachsenring war es immer super, denn hier waren immer sehr viele Zuschauer. Die Strecke ist sowieso sensationell. Es geht den Berg hoch und wieder runter - sie ist sehr selektiv. Ich komme immer wieder sehr gern hierher. Man muss sehr präzise fahren, denn das Kiesbett ist sehr locker gepflügt. Wenn du da einmal drin stehst, kommst du nicht wieder raus. Hier muss man schon fehlerfrei fahren", erklärt der Siegerländer, der einen bärenstarken Audi R8 GT3 Evo pilotiert.

Lokalmatadore im Einsatz

Ebenfalls in der Spezial Tourenwagen Trophy am Start ist Steffen Schwan. Der Taxi-Unternehmer aus Meerane geht mit einem deutlich leistungsschwächeren Ford Fiesta ST in der Division III an den Start.

In der DMV BMW Challenge sind Jens Hösel aus Lichtenau mit einem BMW 325iS E30 i sowie der Hohenstein-Ernstthaler David Sachs mit einem BMW M3 GT 3,3 E36 sowie seinem gesamten Rennteam east racing Motorsport mit von der Partie.

In der National Endurance Serie (DMV NES 500) wird morgen Nachmittag als krönender Abschluss ein Drei-Stunden-Langstreckenrennen mit Fahrerwechsel und alle Pipapo ausgetragen. Hier werden der 20-jährige Max Günther aus Hohenstein-Ernstthal in einem Opel Astra TCR von Lubner Motorsport zusammen mit zwei Schweizern sowie die beiden VSZ-Sachsenring-Mitarbeiter Steve Kirsch (Chemnitz) und Uwe Wächtler (Zwickau) in einem Porsche Cayman GT R, ebenfalls von east-racing Motorsport, mitmischen.

Für die beiden Rennen zur Porsche Club Historic Challenge (PCHC) hat der VSZ-Sachsenring-Geschäftsführer und zweifache Deutsche Rallye Meister (2014 und 2015) Ruben Zeltner aus Lichtenstein ein neues "brüllendes Zebra" gesattelt. Sein 2012er-Porsche 997 GT3 Cup erstrahlt nämlich gemäß seines Rallye-Boliden mit schwarzen Streifen auf weißem Grund.