Viele Fragen sind noch offen

Teilhabe Koordinator schlägt Runden Tisch für die Jugend vor

Auf der 1. Zwickauer Jugendkonferenz, die am 29. August im Alten Gasometer stattfand, war die Bildung eines Jugendparlaments diskutiert worden. Kindern und Jugendlichen sollte in absehbarer Zeit die Möglichkeit gegeben werden, in der Lokalpolitik mitzubestimmen. Der Stadtrat hatte dann am 24. September grünes Licht für die "Bildung eines Kinder- und Jugendbeirates" in Zwickau gegeben. In dem mehrheitlich angenommenen Beschluss heißt es: "In Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und dem Verein Alter Gasometer, Kindern, Jugendlichen, Vereinen und Verbänden soll die inhaltliche und finanzielle Ausgestaltung erfolgen." Bis zum April 2016 haben die Initiatoren nun Zeit, dem Rat ein Konzept vorzulegen.

Ob dieses Vorhaben nach Plan gelingen kann, ist aus Sicht von Matthias Bley fraglich. "Da wird gerade zu viel erwartet, und zwar von allen Seiten", sagt der Koordinator des Zwickauer Demokratie-Bündnisses, der die Jugendkonferenz mitgestaltet hatte. "Man kann viel beschließen, wenn sich aber nur zehn Jugendliche finden, die sich eventuell beteiligen, dann reicht das nicht", so Bley.

Besonders die feste Organisationsstruktur eines städtischen Gremiums wirke auf manche abschreckend. Deshalb schlägt er eine eher lockere Struktur vor: "Ein 'Junger Runder Tisch', wie es ihn beispielsweise in Annaberg-Buchholz gibt, ist aus meiner Sicht besser geeignet".

Wie es nun konkret weitergehen wird, sei noch unklar. "Es wird aber auf jeden Fall noch in diesem Jahr ein Treffen stattfinden", kündigt Bley an.