Vietnamesen begrüßen Jahr des Hundes

Tradition Familienfest markiert den Frühlingsanfang

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Tänze aus der alten Heimat sind ein fester Bestandteil des ibunten Programms. Foto: Andreas Wohland

Wilkau-Haßlau. Mehr als 500 Vietnamesen aus ganz Westsachen feierte am Sonnabend in der Wilkau-Haßlauer Muldentalhalle gemeinsam mit deutschen Gästen ihr traditionelles Tet-Fest. Übersetzt bedeutet das soviel wie das Fest des ersten Morgens.

Ein wichtiger Tag für Vietnamesen

Es ist der wichtigste Feiertag in Vietnam, der nicht nur als erster Tag des neuen Mondjahres gilt, sondern auch den Beginn des Frühlings markiert. Gefeiert wird vornehmlich im Kreise der Familie oder enger Freunde. Die Wohnungen werden mit Blumen geschmückt, Erwachsenen wünschen sich gegenseitig Glück und die Kinder dürfen sich über Geldgeschenke freuen.

Ähnlich wie in China, stehen die Mondjahre auch in Vietnam im Zeichen der zwölf Tierkreiszeichen. "Seit Freitag haben wir jetzt das Jahr des Hundes. Da viele meiner Landsleute selbstständig oder die ganze Woche über als Händler unterwegs sind, begehen wir unser Tet-Fest meist erst am darauf folgenden Wochenende", erklärte Nguyen Hoang, Vorsitzender des Vereines der Vietnamesen in Westsachsen.

Eine ganz besondere Veranstaltung

Die Feierlichkeiten sind fröhlich, exotisch bunt und voller Traditionen. Optisch besonders reizvoll: Die seit Generationen überlieferten Tänze aus der alten Heimat, die in farbenprächtigen Kostümen dargeboten werden. Auch bei den kulinarischen Spezialitäten, die beim Tet-Fest auf den Tisch kommen, halten sich die Vietnamesen bewusst an die alten Bräuche. Keinesfalls fehlen darf der Klebreiskuchen. Das Rezept ist einfach. Gewürztes Schweinefleisch kommt in eine Masse aus Reis, Bohnen und manchmal auch Zwiebeln. Anschließend wird das Ganze zu einem viereckigen Paket geformt, in grüne Blätter gewickelt, mit Bambusschnüren umwunden und gegart. Auch Frühlingsrollen sowie fünf verschiedene Obstsorten stehen auf der Festtagsspeisekarte.