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Virtuose Klänge in alter Straßenbahn

Nacht der Musik Nürnberger Daniel Zacher gibt Akkordeon-Konzerte an ungewöhnlichen Ort

Daniel Zacher ist Diplommusikpädagoge, Master of Music, Chor- und Ensembleleiter. Gespielt hat der 25-jährige Akkordeonist bei seinen Gastspielen mitunter in den Konzertsälen Islands und Russlands Hauptstadt Moskau. Am Samstag gab er in fast fünf Stunden mehrere Konzerte in der historischen Straßenbahn, die zur Nacht der Musik in Zwickau von 19.30 bis 00.14 Uhr zwischen Pölbitz und Stadthalle verkehrte. Im historischen Straßenbahnzug Typ Gotha, Baujahr 1960, Triebwagen Nr. 92. spielte der Wahl-Nürnberger Zacher zur Freude des begeisterten Publikums nicht nur, wie angekündigt, zwischen den Haltestellen Neumarkt und Stadthalle und zurück sowie zwischen Schlachthofstraße und Neue Welt ein Konzert, sondern die ganze Zeit unentwegt. Vorbereitet hat er ein zweistündiges Akkordeon-Konzert mit anspruchsvoller und mitreißender Musik. Und während die betagte Bahn in den Kurven und die Klingel an den Haltepunkten sein Musikinstrument zu übertonen drohten, schlug der Musiker, der seit seinem sechsten Jahr Akkordeon spielt, ganz virtuos einen musikalischen Bogen zwischen Frankreich und Russland, Italien und Deutschland. Von schwermütigen Klängen eines argentinischen Tangos Astor Piazollas über Schostakowitschs Walzer bis hin zu Bach und Händel und gab dazu noch einen umfassenden Exkurs in die Geschichte des Akkordeons. "Tolles Konzert und tolle Idee", sagten die Zwickauer Margitta und Heinz Brenner (links im Bild). "Ja, die Idee ist gut", sagte Musiker, der am Nachmittag die Stadt zu Fuß erkundete. Nach dem Konzert machte er sich wieder auf den Weg. Diesmal zurück nach Nürnberg.