Vogelgrippe im Limbacher Tierpark ausgebrochen!

Alarm Vögel sollen bestmöglich geschützt werden

In sorgenvollen Zeiten wie diesen freut man sich über jede gute Nachricht, um wieder Hoffnung zu schöpfen. Umso mehr schmerzt es, wenn neben den Ängsten rund um die Corona-Krise und deren Auswirkungen weitere schlechte Nachrichten dazukommen. Aktuell gibt es Grund zur Sorge rund um den Amerika-Tierpark: "Bei der Untersuchung einer verstorbenen Ente wurde festgestellt, dass diese mit dem Hochpathogenen aviären Influenzavirus H5N8, landläufig Vogelgrippe genannt, infiziert war", teilte das Landratsamt Zwickau mit. "Aufgrund dieser Diagnose wurde sofort das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Zwickau eingeschaltet. Dessen Auflagen wurden am 25. und 26. März durch die Mitarbeiter des Tierparks und des Bauhofes der Stadt Limbach-Oberfrohna umgesetzt. So wurden alle Vögel eingefangen und in den Ställen untergebracht. Die Bewohner des Flamingolandes sind ins Winterquartier umgezogen. Wo es möglich war, wurden Volieren mit Planen verschlossen und auch im Pinguinland wurde eine Art Schutzzelt errichtet."

Laut Pressesprecherin Ilona Schilk sollen diese Maßnahmen Kontakte zu freilebenden Vögeln unterbinden und somit die weitere Verbreitung der Vogelgrippe verhindern. Der Zutritt zum Tierpark ist nur noch Mitarbeitern mit entsprechender Schutzkleidung möglich. Eine Auswirkung auf den Besucherverkehr gibt es derzeit nicht, denn durch die Maßnahmen rund um das Corona-Virus ist die Einrichtung bereits seit 16. März geschlossen.

Der Amtstierarzt des Landkreises Gunnar Neubauer nimmt diesen Vorfall zum Anlass, aufgrund der vermehrt auftretenden Fälle der Geflügelpest in Osteuropa und vereinzelt in Deutschland alle Geflügelhalter ausdrücklich auf die Einhaltung der Maßnahmen zum Schutz der Bestände vor dem Eintrag des Virus der Hochkontagiösen Aviären Influenza hinzuweisen:

Wer sein Geflügel nicht ausschließlich in Ställen hält, hat sicherzustellen, dass die Tiere nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel nicht zugänglich sind, die Tiere nicht mit Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben, getränkt werden,

Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden und die Geflügelhaltungen nur von den zur Betreuung erforderlichen Personen betreten werden.

Für Menschen besteht keine direkte Gefahr. 

In unserer Bildergalerie erfahrt ihr, was mit den einzelnen Tierarten nun passiert!