Vollsperrung am Bahnhof

Baustelle Abrissarbeiten behindern Straßen- und Schienenverkehr

Seit Anfang vergangener Woche ist mit der Bahnhofstraße die direkte Zufahrt vom Stadtzentrum zum Bahnhof komplett gesperrt. Entgegen der ersten Vermutung, die manchen um diese Jahreszeit sicher beschleicht, handelt es sich nicht um eine der klassischen "Herbstbaustellen", die gerne aus dem Boden schießen, wenn kurz vor Jahresende noch Mittel im zuständigen Referat verfügbar sind. Vielmehr ist der Auslöser der geplante Abriss des ehemaligen SIPRO-Gebäudes an der Ecke Bahnhofstraße mit Spiegelstraße. Im März dieses Jahres hatte die Stadt das schon seit Jahren verfallende Haus in der Absicht erworben, dieses abzureißen und zwischenzeitlich eine Grünfläche entstehen zu lassen. In der langfristigen Planung ist vorgesehen, dass eines Tages die projektierte Innenstadttangente über das Grundstück verläuft. Als am vergangenen Dienstag der Abrissbeginn erfolgen sollte, stellten die Mitarbeiter der Abbruchfirma fest, dass sowohl Dach als auch Zwischendecken des Gebäudes auf der Spiegelstraße 66 schwer beschädigt sind. Daraus resultiert, dass die Last des Gebäudes um so stärker auf die Außenmauern wirkt und diese zum Teil schon nach außen biegt. Wegen akuter Einsturzgefahr wurde daraufhin die komplette Bahnhofstraße einschließlich der Kreuzung Spiegelstraße auf Höhe des Gebäudekomplexes gesperrt. Die Abrissarbeiten werden wohl mindestens bis Ende Oktober andauern, für die von der Sperrung betroffenen Straßenbahnlinien wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.