Von Schlossdamen und Mosaikkunst

Töpferei Ausstellung im Wildenfelser Schloss eröffnet

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Gudrun Thriemer töpfert mit 45-jähriger Erfahrung. Foto: Nicole Schwalbe

Wildenfels. "Durch Zufall habe ich während meines Keramikstudiums mosaikartiges Dekor hergestellt. Die Technik habe ich im Laufe der letzten vier Jahrzehnte verfeinert", sagt Gudrun Thriemer. Das Geschirr, die Gefäße, Büsten und Figuren haben ein Mosaikmuster, wie man es nicht von herkömmlich erhältlichen Krakelee-Farben kennt, auch wenn die typischen Risse vorhanden sind, die die Kunstwerke so alt erscheinen lassen. Bereits beim ersten sogenannten "Schrühbrand" werden die Keramikstücke glasiert, bekommen dann für den zweiten Brand noch eine andere Glasur.

Jetzt werden die Werke ausgestellt

Die Töpferin geht seit 46 Jahren etwas zurückgezogen ihrer Leidenschaft nach, unterhält allerdings auch einen Töpferzirkel in Chemnitz. Seit dem 11. August sind Teile ihrer Werke im Wildenfelser Schloss in der Ausstellung "Von Schlossdamen und Mosaikkunst" zu bewundern. "Vor vielen Jahren bekam ich von einem Küchenausstatter weiße Fliesen. Um etwas kreatives damit zu machen, habe ich historische Portraits von gräflichen und königlichen Frauenportraits darauf gemalt und eingebrannt", so Thriemer.

Mit ihren ausdrucksstarken Portraits "Schlossdamen" lädt die Künstlerin in den Lesesaal der Bibliothek ein, passend zum imposanten Deckengemälde des ehemaligen Hofmalers Christian Leberecht Vogel. Fasziniert von dem "Blauen Salon" im Wildenfelser Schloss kam die Künstlerin auf die Idee, große keramische Schalen zu entwerfen. Mit Bedacht setzte sie Verzierungen in Blautönen nebeneinander. Die gesamte Ausstellung ist noch bis zum 17. September zu sehen.