Vorsicht beim Silvesterfeuerwerk

Warnung Nur geprüfte Böller sind erlaubt

Weitreichende Folgen kann unsachgemäßer Gebrauch von Pyrotechnik haben. Entstehen Schäden durch nicht zertifizierte Produkte, drohen Strafanzeige und Gerichtsverfahren. Landen Knaller statt auf der Straße im Wohnzimmer, oder wird der Schuppen des Nachbarn durch eine fehlgeleitete Rakete in Brand gesetzt, kommen gar Person durch Knallkörper zu Schaden, können hohe Schadensersatz-Zahlungen fällig werden. Darauf weist das Landeskriminalamt hin, das im Zeitraum zwischen Dezember 2014 und Januar 2015 insgesamt 912 Straftaten im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern registrierte.

Empfohlen wird daher von Polizei und Feuerwehr, nur ausdrücklich zugelassene Pyrotechnik zu verwenden. Entscheidend sei dabei nicht deren Herkunft, sondern dass sie ein amtliches Prüfverfahren durchlaufen haben. Ablesbar ist dies am markanten, seit 2009 europaweit einheitlichen CE-Zeichen, wie es auch bei technischen Geräten angewendet wird. Noch bis 2017 gültig ist auch das Prüfsiegel der Bundesanstalt für Materialprüfung, die altbekannte BAM-Nummer. Feuerwerkskörper mit dieser Kennzeichnung dürfen weiterhin legal verwendet werden. Von nicht geprüften Knallkörpern geht dagegen eine erhebliche Gefahr auch für Gesundheit und Leben der Hobbyfeuerwerker selbst aus. Bei im Ausland erworbenen Feuerwerksartikeln ist nicht nur auf das CE-Zeichen zu achten, sondern auch die sogenannte "Feuerwerkskategorie" von Bedeutung. Nur Gegenstände der Kategorien 1 und 2 dürfen in Deutschland erlaubnisfrei verwendet werden. Es dürfen keine Feuerwerkskörper in geschlossenen Räumen gezündet werden, die ausdrücklich zum Abbrennen im Freien vorgesehen sind. Die Flugrichtung von Raketen darf nicht in Gebäudeöffnungen gehen. Auch sollten brennbare Gegenstände möglichst von Balkonen und aus Hauseingängen geräumt werden. Tischfeuerwerke sollten nur auf einer feuerfesten Unterlage gezündet werden.