Vorsicht! Verbrennen der Abfälle ist künftig tabu

Regelung Bei Verstößen droht Bußgeld

Werdau/Crimmitschau. 

Werdau/Crimmitschau. Pflanzenabfälle dürfen seit wenigen Tagen nicht mehr verbrannt werden. Auf die neue Regelung macht das Umweltamt des Landkreises Zwickau aufmerksam. Bei Verstößen kann ein Bußgeld verhängt werden. Der Grund für die veränderte Situation: Der Sächsische Landtag hat das Gesetz über die Kreislaufwirtschaft und den Bodenschutz im Freistaat Sachsen beschlossen. Damit ist die Pflanzenabfallverordnung aufgehoben worden. "Deshalb ist eine Verbrennung von Pflanzenabfällen auch ausnahmsweise nicht mehr zulässig", sagt Ines Bettge, Mitarbeiterin der Pressestelle des Landkreises Zwickau.

Info-Telefon eingerichtet

Anfallende Pflanzenabfälle sollen nun auf der Grundlage des Kreislaufwirtschaftsgesetzes verwerten werden. Das bedeutet: Die Verwertung kann durch Verrotten, insbesondere durch Liegenlassen, Untergraben, Unterpflügen oder Kompostieren erfolgen. In bestimmten Fällen sollen Pflanzenabfälle vorher durch eine geeignete mechanische Behandlung, wie beispielsweise Häckseln oder Schreddern aufbereitet werden. "Für haushaltsübliche Mengen wird die Nutzung der Biotonne empfohlen. In diese dürfen alle pflanzlichen Abfälle von Grasschnitt bis zu Heckenverschnitt verbracht werden", sagt Bettge. Die Entleerung der Biotonne erfolgt in der Regel aller 14 Tage. Große Mengen von Grünabfällen können an Wertstoffhöfe oder direkt bei Kompostieranlagen abgegeben werden, so das Amt. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Crimmitschau haben ein Info-Telefon eingerichtet. Fragen werden unter der Rufnummer 03762 903200 beantwortet.