Walz-Tour führt ins Eisstadion

Tradition Zwölf junge Handwerker waren in Crimmitschau

Zwölf Handwerker, die sich auf der Walz befinden, haben einen Zwischenstopp in Crimmitschau eingelegt. Die jungen Männer, die in ihrer typischen Handwerker-Kluft unterwegs waren, stammen aus der Schweiz und aus Deutschland. "Wir sind am Freitag per Anhalter von Jena nach Crimmitschau gefahren", erzählt Boris Hochstrasser. Der 21-jährige Bildhauer, der aus Zürich kommt, steuerte mit seinen Kollegen in Crimmitschau zwei Ziele an: Das Kunsteisstadion im Sahnpark und das Rathaus im Stadtzentrum.

Im Sahnpark haben die jungen Leute mit reichlich Glühwein und Bier den 5:2-Heimsieg der Eispiraten Crimmitschau gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven gefeiert. Hochstrasser, der sich seit drei Monaten auf Wanderschaft befindet, kennt sich mit der schnellsten Mannschaftssportart der Welt aus. Der Grund: Er geht zuhause zu den Heimspielen des Züricher Vereins ZSC Lions. "Das Niveau in der Nationalliga ist etwas höher. Ich bin aber von der Atmosphäre in Crimmitschau begeistert", erzählte Hochstrasser.

Am nächsten Tag schaute die Handwerker-Delegation bei Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) vorbei. Sie ließen ihre Wanderbücher abstempeln und Fotos mit dem Stadtoberhaupt anfertigen - dabei durften natürlich die traditionellen Sprüche und urigen Lieder der Handwerker nicht fehlen. "Der Oberbürgermeister ist richtig gut drauf. Er hat uns im Stadion sogar spontan einen Glühwein ausgeben", erzählte Mathias Amsler, der ebenfalls aus Zürich stammt. Die Wanderschaft muss mindestens drei Jahre und einen Tag betragen. In diesem Zeitraum dürfen die Gesellen nicht in der Nähe ihrer Heimatorte auftauchen.