Was die Chipkarte alles kann

Gesundheit Neues Terminal im Limbacher Ärztehaus bietet Service für Patienten

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Die Apotheke im Ärztehaus bietet ab sofort einen neuen Service an: das Gesundheitsterminal. Mittels der Chipkarte können Informationen eingesehen und versendet werden. "Patienten können zum Beispiel hier ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einscannen und gleich an die Krankenkasse und den Arbeitgeber schicken", informiert Apotheker Oliver Hildebrandt. Das Gerät sei so einfach wie ein Geldautomat zu bedienen, biete viel Service und einen hochsicheren Datenraum für die persönlichen Gesundheitsdaten, ergänzt er.

Terminals ersparen Wege, Zeit und Geld

Die Limbacher Apotheke ist eine der ersten fünf in Sachsen, die mit dem Terminal ausgestattet sind. Insgesamt sollen 200 Apotheken im Freistaat damit versorgt werden. "Über ein hochsicheres Netzwerk werden Informationen versendet und nicht gespeichert - die digitale Privatsphäre bleibt gewahrt, ohne Angst vor Datenklau haben zu müssen", so Hildebrandt weiter.

Das Gesundheitsterminal ist intuitiv zu bedienen. Anträge, Bescheinigungen und Quittungen lassen sich schnell an die Krankenkassen übermitteln, die gespeicherten Daten auf der eigenen Karte sind einsehbar, die Suche nach dem passenden regionalen Arzt kann auch direkt am Terminal erledigt werden. In einem Diagnosenübersetzer können zudem die Zahlencodes entschlüsselt werden, die auf Ärztescheiben vermerkt sind. Der Inhaber der Apotheke im Ärztehaus Oliver Hildebrandt ist überzeugt: Die Technik spart Krankenkassen und Versicherten Wege, Zeit und Geld.

Achtung: nicht alle Krankenkassen bieten den Service an!

Einen Haken gibt es allerdings noch. Bisher machen nicht alle Krankenkassen bei diesem Service mit. Lediglich Patienten der DAK, IKK classic und der BKK können mit ihren Chipkarten das Terminal nutzen. Der Limbacher Apotheker hofft aber, dass auch die großen Kassen AOK und Barmer demnächst nachziehen und den Service anbieten.