Was lange währt, wird gut

Stadt Neue Glocken in Limbach-Oberfrohna zu hören

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Die neuen Glocken wurden mit einem Kran in den Kirchturm gehoben. Foto: A. Büchner

Limbach-Oberfrohna. Vermutlich wurden am heutigen Ostersonntag einige Pleißaer von einem noch ungewohnten Geräusch geweckt: Nach der Osternachtsfeier, die um 6 Uhr in der Kirche begann, waren erstmals die neuen Glocken zu hören. Im Vergleich zu ihren stählernen Vorgängern ertönt das Bronzegeläut viel voller. Eine Stunde lang, wie zu hohen christlichen Feiertagen üblich, konnte man dem Klang lauschen.

Nach langer Planung nun fertig

Damit vollendet sich im Wesentlichen ein langer Weg: Bereits vor Jahren war angedacht worden, das rund 50 Jahre alte Stahl-Geläut auszutauschen. Nach dem endgültigen Beschluss ging es dann aber relativ schnell: Im Juli 2017 waren die Glocken in Innsbruck gegossen worden. Nach Abnahme durch einen Sachverständigen wurden sie nach Sachsen per Lkw transportiert. Auf einer Kutsche ging es am Reformationstag zur Kirche, wo Pfarrer Mika Herold sie weihte. Am 20. März gab es dann vielleicht die spektakulärste Aktion des langen Weges: Mittels eines Kranes wurden die drei neuen Glocken in den alten Kirchturm gehoben, der extra dafür umgebaut worden war.

Neben den Protagonisten wurde es auch den Zuschauern manchmal recht mulmig: Immerhin musste auch die 540 Kilo schwere größte Glocke durch die etwa ein mal anderthalb Meter große Öffnung der Turmuhr gezirkelt werden. Aber alles ging gut, und nun verbleiben noch verschiedene Innenarbeiten, bis das große Projekt als komplett abgeschlossen bezeichnet werden kann. Die Stahlglocken im Anbau werden in naher Zukunft noch nicht abgebaut.