Was wird aus der Bauruine in Zwickau?

Bauruine Zukunft des Schandflecks an der Scheffelstraße ist weiterhin ungewiss

was-wird-aus-der-bauruine-in-zwickau
Seit Jahren sorgt die Bauruine des einst an der Scheffelstraße geplanten Seniorenheimes für Ärger. Inzwischen verdeckt schon viel Grün den Rohbau. Foto: Andreas Wohland

Zwickau. Seit fast zwei Jahrzehnten steht der Rohbau eines seinerzeit geplanten Seniorenheimes als traurige Invest-Ruine an der Scheffelstraße und verschandelt die Landschaft. Viele der unmittelbaren Anwohner ärgern sich über diesen Schandfleck vor ihrer Nase. Sogar das MDR-Fernsehen hatte das Thema schon aufgegriffen. Der schauderhafte Anblick wird derzeit lediglich dadurch ein wenig "gemildert", dass die Natur ihr Grün um den nie fertiggestellten Gebäudekomplex gesponnen hat.

Zwangsversteigerung des Rohbaus geplant

Allerdings ändert das nichts am grundsätzlichen Problem, dass kein Eigentümer mehr greifbar ist. Denn die im Grundbuch eingetragene INM Grundbesitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH gibt es schon seit 2016 nicht mehr. Ein Gläubiger hat jetzt beim Amtsgericht Zwickau die Zwangsversteigerung der Immobile beantragt. Ob sich auf diesem Weg allerdings ein Interessent findet, bleibt zweifelhaft.

Allein schon die Tatsache, dass die Bausubstanz durch offene Dächer und Wandöffnungen im Verlaufe der Jahre erheblich gelitten hat, dürfte Käufer abschrecken. Bliebe als Alternative noch der Komplettabriss, dessen Kosten sich nach ersten Schätzungen wohl im sechsstelligen Bereich bewegen dürften. Eines ist aber klar: Da die Stadt Zwickau selbst keine Verwendung für die Immobilie hat, beteiligt sie sich auch nicht am Zwangsversteigerungsverfahren. Wann die Invest-Ruine letztendlich unter den Hammer kommt, steht im Moment noch nicht fest.