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Was Zootierpfleger alles leisten

Neues Gehege Nasenbären und Wasserschweine sind eingezogen

Mario Ritter ist Zootierpfleger und das schon 20 Jahre. Das Revier des 42-jährigen ist der Tierpark in Hirschfeld. Den Reiz an seinem Beruf beschreibt Ritter vor allem mit Abwechslungsreichtum: "Man hat jeden Tag andere Sachen, mit denen man konfrontiert ist. Kein Tag ist wie der andere, nichts ist gleich. Der Job ist unheimlich interessant." Das Bild, das der Tierpfleger neuerdings in den Medien abgebe, sei ein anderes, als es tatsächlich sei. "Das Dreck-Wegmachen sind 80 Prozent der Tierpflegearbeit", weiß Ritter. Trotzdem werde es nie langweilig, schon allein dadurch, dass die Tierpfleger flexibel eingesetzt sind und sich auf den Runden abwechseln. Mario Ritter ist mit Herz und Seele dabei: "Jahreszeitlich bedingt gibt es immer etwas anderes. So hat man auch die Freude, Jungtiere zu haben. Zu tun gibt es immer etwas: im Sommer müssen die Schafe geschoren werden und im Herbst wird der Teich abgefischt." Zu den besonders schönen Geschichten zähle die Neueröffnung von Gehegen. Das hat Mario Ritter aktuell miterlebt: im Tierpark wurde jetzt, nach fast dreijähriger Bauzeit, ein Gehege für Nasenbären und Wasserschweine eingeweiht.

Die Anlage, die aus dem ehemaligen Bärenzwinger neu gebaut wurde, umfasst eine Fläche von 500 Quadratmetern. Investiert hat man für dieses Projekt 205.000 Euro. Diese Summe sind ausschließlich Spenden. Die Bewohner des Geheges fühlen sich mittlerweile pudelwohl. Das sah zu Beginn anders aus, wie Mario Ritter weiß: "Die drei Nasenbären und zwei Wasserscheine, mussten erst eingewöhnt werden und ihre Grenzen erkennen." Wasserscheine gehörten bis dato nicht zum Bestand des Tierparks. rw