Weihnachtsbaum mit Schräglage

Kurioses Schiefgewachsene Tanne ist ungefährlich

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Der Weihnachtsbaum auf dem Wilkauer Marktplatz ist schief gewachsen. Foto: Nicole Schwalbe

Wilkau-Haßlau . Es ist seit jeher Tradition, zum Weihnachtsmarkt im Stadtkern einen großen Weihnachtsbaum aufzustellen und mit Lichtern und Schmuck zu versehen. Um Kosten zu sparen, sind einige Gemeinden dazu übergangen, selbst Bäume zu pflanzen oder gespendete Bäume anzunehmen.

Dabei kann einem auch durchaus ein Streich gespielt werden. Allerdings ist der gespendete Baum auf dem Wilkau-Haßlauer Marktplatz kein Opfer des Wilkauer Carnevalsclubs, der seit dem 11. November die Schlüsselgewalt über das Rathaus hat, sondern ein Opfer der Natur: Er hat gehörige Schräglage.

Der 15 Meter hohe Baum wurde nämlich einst an einem Hang an der Wiesenstraße gepflanzt. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, dass er 2016 als Weihnachtsbaum den Marktplatz schmücken würde, denn ab einer Höhe von etwa vier Metern macht er einen Knick.

Absägen wolle man ihn nicht, auch dem Beispiel von Lichtenstein, die eine verkrüppelte Fichte wieder vom Marktplatz entfernt und gleich geschreddert hatten, wolle man nicht folgen, so Bürgermeister Stefan Feustel (CDU) bei der Stadtratssitzung am Donnerstag.

"Mit genügend Glühwein fällt die Schräglage nicht mehr auf", so Feustel mit einem Augenzwinkern. Glühwein war für Feustel das Stichwort, denn er betonte, dass es zum Weihnachtsmarkt am Wochenende 10./11. Dezember kostenlose Zubringer aus den Ortsteilen Culitzsch und Silberstraße gebe und niemand sein Führerschein riskieren müsse.