Weihnachtsmann on Tour

Oldtimer Wenn die Rentiere müde sind, muss der alte Ford ran

Wer die Augen offen hält, bekommt ihn in diesen Tagen vielleicht zu sehen - den weißen Oldtimer Ford aus dem Jahre 1930. Entgegenkommende Autofahrer sind meist völlig überrascht, einem solch betagten Fahrzeug auf verschneiten Straßen zu begegnen. Noch größer ist das Erstaunen, wenn der Fahrzeugführer erkannt wird - es ist der leibhaftige Weihnachtsmann. Auf Nachfrage - meistens sind es die Kinder - räumt der Rotmantel augenzwinkernd ein: "Meine Rentiere sind schon etwas müde und benötigen eine kurze Pause bis zum Weihnachtsfest."Dafür ist nun das Auto des Alten in der Adventszeit vollbepackt mit einem großen Sack und vielen Geschenken. Hinter der Verkleidung des Weihnachtsmanns steckt Heinz Laaß aus Lichtentanne. Seit acht Jahren ist er auf den winterlichen Straßen Westsachsens zur Bescherung von Jung und Alt unterwegs: "Ein Oldtimer und glitzernder Schnee, das hat einen ganz besonderen Reiz - es gibt kaum etwas Schöneres." Deshalb ist der Fahrzeug-Freak aus Lichtentanne in der Weihnachts- und Winterzeit viel auf Tour. Neben der Überbringung der Geschenke hat Laaß auch Hutz'n-Fahrten zu den Gaststätten, Touren zu den Weihnachtspyramiden und den Weihnachtsmärkten der Region auf dem Programm. Zunehmend erhält er Anfragen für Überraschungsfahrten für Freunde und Familienmitglieder. Stark nachgefragt sind Fahrten an Geburtstagen und zu Jubiläen und das auch in den Wintermonaten. Die Sicherheit seines Fahrzeuges, besonders unter winterlichen Straßen-Bedingungen und bei Kältegraden besitzt für den Lichtentanner oberste Priorität. Natürlich ist der über 80 Jahre alte Ford mit Winterbereifung unterwegs. Heinz Laaß ist zufrieden: "Die alte Technik hat mich bisher noch nie im Stich gelassen. Es funktioniert alles."