Weltklassesportler Nico Ihle kommt nach Hause

Eisschnelllauf Familien-Vater kehrt als Vizeweltmeister zurück

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Auf gute Kufen kommt es an, das wissen Nico Ihle, seine Töchter Emma und Maxi sowie seine Frau Anni ganz genau. Foto: Markus Pfeifer

Lichtenstein. Bei Nico Ihle und seiner Familie ist zu spüren, dass sie die gemeinsame Zeit genießen. Nach einer spannenden und erfolgreichen, aber auch mit vielen Reisen verbundenen Saison ist der Eisschnellläufer nun zuhause im neuen Eigenheim in Lichtenstein und genießt die Zeit mit seiner Frau Anni sowie den beiden Töchtern Emma (4) und Maxi (10 Monate) in vollen Zügen.

Ihle beendet Saison an der Spitze

"Vier Wochen weg zu sein, war wirklich nicht einfach", erinnert sich der 31-Jährige an den Februar, als zunächst die Weltmeisterschaften in Südkorea und anschließend die Sprint-Weltmeisterschaft in Kanada auf dem Programm standen. Vor allem mit dem Vizeweltmeistertitel über 500 Meter bei der WM in Südkorea hatte Ihle ein Achtungszeichen gesetzt und ist auch insgesamt in der Saison in der Weltspitze mitgelaufen.

Rückschläge gab es aber auch, unter anderem im kanadischen Calgary, als Ihle am zweiten Wettkampftag patzte. "Da entscheiden immer Kleinigkeiten", weiß der Profi, der als Sportsoldat der Bundeswehr sein Leben komplett auf den Eisschnelllaufsport ausgerichtet hat.

Es steht Erholung auf dem Programm

Wenn er auf dem Eis ist, fiebert Anni Ihle meist am Fernseher mit. "Ich erkenne dann schon, wie er sich in manchen Situationen fühlt", sagt sie. Froh ist die junge Familie, dass dank des Internets täglicher Kontakt in Wort und Bilder möglich ist.

Nachdem am vergangenen Wochenende im norwegischen Stavanger auch die Weltcupsaison endete, in der Ihle als Fünfer das Podium nur um winzige vier Punkte verpasste, tritt er auch in Sachen Training erst einmal kürzer. "Es wird eine aktive Erholung", sagt er und will bis Mitte April vor allem laufen, Rad fahren und vielleicht ab und zu ein paar Bahnen schwimmen.

In Lichtenstein, wo die Familie seit dem Umzug aus Oberlungwitz im vergangenen Juni wohnt, will der Weltklassesportler demnächst Bürgermeister Thomas Nordheim kennen lernen. "Wir haben schon per Facebook geschrieben", sagt Ihle, der zudem auch nach neuen Sponsoren Ausschau hält. Denn obwohl er zur absoluten Weltspitze gehört, kann er von den Prämien und Einnahmen manch andere Sportler und vor allem der Fußballprofis nur träumen.