Wendeunruhen: Andacht im Zwickauer Hauptbahnhof

Erinnerung Eine Zugfahrt in die Freiheit - Zwickauer erinnern an Ereignisse vor 30 Jahren

Zwickau . Vor 30 Jahren zwischen dem 2. und 6. Oktober 1989 wurden die Züge mit Flüchtlingen aus der Prager Botschaft auch an Zwickau und Werdau vorbei nach Hof geführt.

Am Donnerstag erinnerten die Kirchen der Stadt mit einer Andacht, Gebeten und Lesungen, in der Halle des Zwickauer Hauptbahnhofes an die friedliche Revolution vor 30 Jahren. Die Bahnhofshalle wurde wegen der damaligen Geschehnisse bewusst als Ort gewählt. Zwickaus Altoberbürgermeister Rainer Eichhorn erinnerte an viele geschichtliche Ereignisse, die der Bahnhof in seiner Geschichte schon erlebt hat. Einen besonderen Platz werden die Tage im Oktober 1989 einnehmen.

Etwa 5.000 Botschaftsflüchtlinge fuhren im Herbst durch den Zwickauer Hauptbahnhof. Einige hatten zuvor bis zu drei Monate unter schwierigsten Bedingungen in der deutschen Vertretung in Prag ausgeharrt. Eichhorn appellierte: "Dies Alles dürfen wir nicht vergessen und müssen es auch den nächsten Generationen weitersagen."

Nicht viele wussten, die Flüchtlingszüge waren zuvor durch das Bahnbetriebswerk Zwickau zusammengestellt worden.